Linzer Kinderbetreuungsangebot erneut österreichweite Benchmark
Eigenes Tarifmodell „bleibt unangetastet“ und sichert Leistbarkeit der Betreuung

Die städtischen Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen sind ein unerlässlicher und verlässlicher Partner für Linzer Familien. Das Linzer Erfolgsmodell einer ganzjährigen Öffnung, die auch für tägliche Randzeiten gilt, ist dabei österreichweit einzigartig. Auch in diesem Jahr wurde daher den Linzer Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen die Bestnote 1A+ im Kinderbetreuungsatlas der Arbeiterkammer Oberösterreich ausgestellt. In die Bewertung fließen unter anderem die täglichen Öffnungszeiten, das Angebot des Mittagessens, die Betreuung während des Sommers als auch die Summe der Schließzeiten im Laufe des Jahres ein.
„Erneut bestätigt uns der Kinderbetreuungsatlas der Arbeiterkammer OÖ die hohe Qualität der Kinderbildung- und Betreuung in Linz. Die Bestnote 1A+ ist eine Anerkennung für die kontinuierlichen Bemühungen, den Kindern und Familien in unserer Stadt die bestmögliche Betreuung und Bildung zu bieten. Mein großer Dank gilt auch den engagierten Pädagog*innen, die diese Auszeichnung ermöglichen.“
Vizebürgermeisterin Karin Leitner
Die hohe Qualität der Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen wurde zuletzt in der städtischen Elternbefragung 2023/24 bestätigt. 90 Prozent der Eltern zeigten sich mit der Betreuung in den städtischen Kindergärten sehr zufrieden oder zufrieden, bei den Krabbelstuben liegt dieser Wert sogar bei über 96 Prozent. Besonders hervorgehoben wurde dabei die engagierte pädagogische Arbeit, die gute Kommunikation mit den Familien sowie die Verlässlichkeit des Angebots.
In Oberösterreich zählt Linz zu den wenigen Positivbeispielen. „Obwohl das Land Oberösterreich immer und immer wieder den Ausbau an Kinderbetreuungsplätzen propagiert, ist das Bundesland vom ‚Kinderland Nummer 1‘ noch weit entfernt. Denn dabei handelt es sich vorrangig um Angebote, die nicht die Vollzeitberufstätigkeit beider Elternteile ermöglichen“, betont Leitner weiter. Das alles hat klare Auswirkungen: In Linz liegt der Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern mit 15,1 Prozent wesentlich unter dem Oberösterreich-Durchschnitt von 20,2 Prozent.
Neben den Öffnungszeiten spielt auch das eigene Linzer Tarifmodell bei der Entlastung der Familien eine wesentliche Rolle: „Für Familien mit niedrigem Einkommen bedeutet das Linzer Tarifmodell eine Befreiung von einer Besuchsgebühr. Eltern mit mittlerem und höherem Einkommen bezahlen wesentlich weniger als vom Land Oberösterreich vorgesehen. Von dieser finanziellen Entlastung profitieren nicht nur die Eltern, auch der Wirtschaftsstandort Linz wird dadurch gestärkt“, erläutert Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Leitner. „Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen für die städtischen Finanzen haben wir uns entschieden, das Budget auf Stabilität und Sicherheit für die Linzer Bevölkerung aufzubauen und nicht bei den Familien zu sparen. Aus diesem Grund bleibt das Linzer Tarifmodell auch unangetastet“, erläutert Leitner weiter.
Linz bietet zahlreiche Betreuungseinrichtungen für die Jüngsten der Stadtbevölkerung: in 57 Krabbelstuben, 100 Kindergärten und 42 Horten wurden mit Beginn des Betreuungsjahres 2024/25 insgesamt rund 12.600 Kinder und Jugendliche betreut. Im Budget für 2026 sind insgesamt rund 120,9 Mio. Euro für Kindergärten, Horte und Krabbelstuben vorgesehen. Auf Basis der aktuellen Prognosen der Stadtforschung und angesichts steigender Bedarfe insbesondere bei den Horten setzt die Stadt Linz auf eine gezielte Ausbauplanung 2025-2028: Standorte werden erweitert, neue Gruppen eingerichtet, Provisorien ersetzt und bestehende Einrichtungen optimiert.


