Stadt Linz stärkt seine Volkshäuser: Investitionen in WLAN-Ausbau, Veranstaltungstechnik und neues Online-Buchungssystem geplant
Fast 205.000 Besuche im Jahr 2025 belegen gesellschaftlichen Stellenwert

Die Linzer Volkshäuser zählen zu den meistgenutzten Angeboten der Stadt. Im Jahr 2025 verzeichneten die 13 Einrichtungen mehr als 5.800 Veranstaltungen mit fast 205.000 Besucher*innen. Damit war statistisch gesehen nahezu jede Linzerin und jeder Linzer zumindest einmal zu Gast in einem Volkshaus. Neben Kursen, Vereinsabenden und Geburtstagsfeiern zählen auch Gottesdienste, Seminare, Bälle, Sportveranstaltungen wie Yoga oder Gymnastik sowie Hochzeiten zum breiten Nutzungsspektrum.
„Volkshäuser sind die leistbaren Veranstaltungsorte im Stadtteil – vom Vereinsabend bis zur großen Feier. Darum verbessern wir Service und Ausstattung: mit moderner Technik, stabilem WLAN und einer einfachen Online-Buchung. Das macht Planung schneller, Abläufe einfacher und bringt spürbar mehr Nutzen für alle, die unsere Volkshäuser buchen.”
Vizebürgermeisterin Merima Zukan
Neue Technik für mehr Möglichkeiten: Veranstaltungstechnik wird aufgerüstet
2025 wurden bereits 40.000 Euro in die Erneuerung der Technik im Volkshaus Dornach-Auhof investiert. Neue Deckenbeamer, Ton- und Lichtsysteme machen das Haus nun auch für Theateraufführungen, Konzerte oder Konferenzen technisch tauglich. Auch in Ebelsberg wurden erste Erneuerungen umgesetzt.
Für 2026 steht ein Budget von 90.000 Euro zur Verfügung, das vorrangig für die technische Modernisierung in den großen Volkshäusern Ebelsberg, Keferfeld und Pichling eingesetzt wird. Aber auch in den kleineren Häusern Ferdinand-Markl-Straße, Harbach, Auwiesen, Neue Heimat und Kandlheim sind Verbesserungen vorgesehen.
Digitalisierung: WLAN-Ausbau für stabile Netze und mehr Service
Mit dem WLAN-Ausbau wird ein weiterer Modernisierungsschritt gesetzt: Die Volkshäuser werden Teil eines stadtweiten Digitalisierungsprojekts, bei dem moderne Mesh-Technologie zum Einsatz kommt. Damit erhalten die Häuser eine zukunftsfähige, flächendeckende Internetanbindung. Die Vorteile des Mesh-Systems: stabile Verbindung auch in verwinkelten Räumen, automatische Signaloptimierung, Ausfallsicherheit und einfache Erweiterbarkeit.
„Mit der neuen Infrastruktur schaffen wir nicht nur bessere Voraussetzungen für die interne Verwaltung, sondern auch für alle Nutzerinnen und Nutzer der Häuser. Ein stabiles Netz ermöglicht etwa digitale Workshops, Online-Präsentationen oder hybride Veranstaltungen“, so Zukan.
Raumreservierung wird digital: Übersichtlich, einfach und bequem buchbar
Ein weiterer Digitalisierungsschritt ist das neue Raumreservierungssystem, das im Laufe des Jahres 2026 stadtweit eingeführt wird. Damit wird es möglich sein, online die Verfügbarkeit zu prüfen, Termine zu buchen und direkt zu bezahlen – ähnlich wie bei bekannten Hotel-Buchungsplattformen.
„Diese Neuerung bringt Komfort und Transparenz. Wer einen Raum reservieren will, sieht sofort, wann und wo etwas frei ist. Das erleichtert nicht nur die Planung für Vereine oder Veranstalterinnen und Veranstalter, sondern entlastet auch die Verwaltung“, erklärt die Vizebürgermeisterin.
Die Einführung erfolgt im Rahmen eines gesamtmagistratsweiten Projekts zur Ablösung des bisherigen Systems „ISL Raum“ durch die neue Anwendung „Locaboo“. Diese ermöglicht nicht nur Online-Buchung und -Bezahlung, sondern auch automatische Schnittstellen zur Abrechnung über SAP sowie die Verwaltung der Nutzer*innendaten.
Neben aller Technik betont Vizebürgermeisterin Zukan die soziale Funktion der Volkshäuser: „Sie bieten Raum für Gemeinschaft, für Austausch, für Kultur und Engagement. Die Stadt Linz steht klar zu diesem Angebot. Die aktuellen Investitionen sichern nicht nur den Bestand, sondern heben das gesamte Angebot auf ein zeitgemäßes Niveau.“
Statistik 2025: Nutzung auf konstant hohem Niveau
Die Nutzungszahlen sprechen für sich: Die am stärksten frequentierten Volkshäuser waren Dornach-Auhof mit über 41.600 Besucher*innen, Keferfeld-Oed mit rund 23.500 und Pichling mit 28.000. Aber auch kleinere Häuser wie Harbach, Auwiesen oder Franckviertel werden kontinuierlich genutzt. Insgesamt fanden 5.829 Veranstaltungen statt.
Ob privat, öffentlich oder gemeinnützig – kaum ein anderes Angebot der Stadt wird so intensiv genutzt wie die Volkshäuser. Rechnerisch war damit im Vorjahr beinahe jede Linzerin und jeder Linzer zumindest einmal Gast in einem dieser Häuser.
Volkshaus-Statistik 2025 (Jänner–Dezember)
- Auwiesen:
115 Veranstaltungen | 4.619 Teilnehmer*innen - Bindermichl:
247 Veranstaltungen | 16.775 Teilnehmer*innen - Dornach-Auhof:
1.550 Veranstaltungen | 41.611 Teilnehmer*innen - Ebelsberg:
519 Veranstaltungen | 18.430 Teilnehmer*innen - Ferdinand-Markl-Straße:
292 Veranstaltungen | 7.598 Teilnehmer*innen - Franckviertel:
129 Veranstaltungen | 6.356 Teilnehmer*innen - Froschberg:
273 Veranstaltungen | 5.913 Teilnehmer*innen - Harbach:
132 Veranstaltungen | 8.447 Teilnehmer*innen - Kandlheim:
259 Veranstaltungen | 8.948 Teilnehmer*innen - Keferfeld-Oed:
761 Veranstaltungen | 23.467 Teilnehmer*innen - Kleinmünchen:
597 Veranstaltungen | 15.946 Teilnehmer*innen - Neue Heimat
207 Veranstaltungen | 17.525 Teilnehmer*innen - Pichling:
693 Veranstaltungen | 28.192 Teilnehmer*innen - Botanischer Garten:
55 Veranstaltungen | 1.106 Teilnehmer*innen
Mieten lassen sich die Räume für private, kulturelle oder gemeinnützige Zwecke zu sehr günstigen Konditionen. Zusatzangebote wie Küchenbenützung (bei Häusern ohne Gastronomiebetrieb) oder der Verleih von technischem Equipment machen die Häuser für Veranstaltungen zusätzlich attraktiv.
Alle Details zu Größen, Preisen, Verfügbarkeit und Ausstattung finden Interessierte über www.linz.at/raum.




