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Martin-Luther-Platz NEU mit mehr Grün eröffnet

20 neue Bäume, mehr Sitzmöglichkeiten und weniger Verkehr schaffen Raum für Begegnung

Mit der offiziellen Eröffnung des neugestalteten Martin-Luther-Platzes am vergangenen Wochenende hat die Linzer Innenstadt nun einen weiteren attraktiven Aufenthaltsort erhalten.

Gemeinsam mit der Evangelischen Pfarrgemeinde A.B. Linz – Innere Stadt hat die Stadt Linz den Platz vor der Evangelischen Kirche umfassend aufgewertet. 20 neue Bäume, mehrjährige Stauden, konsumfreie Sitzgelegenheiten und eine verkehrsberuhigte Umgebung prägen das neue Erscheinungsbild. Zirka 1.000 Quadratmeter und damit ein Drittel der Gesamtfläche wurden entsiegelt.

„Mit dem neugestalteten Martin-Luther-Platz gewinnt unsere Innenstadt einen Ort, der zum Verweilen und zur Begegnung einlädt. Wir schaffen mehr Grün, mehr Schatten und konsumfreie Aufenthaltsmöglichkeiten mitten im Zentrum. Das gemeinsame Projekt mit der Evangelischen Pfarrgemeinde zeigt, wie wir stets bemüht sind, die Lebensqualität der Linzer*innen zu verbessern.“

Bürgermeister Dietmar Prammer

„Gerade in dicht bebauten Innenstadtbereichen brauchen wir mehr Grünflächen und schattige Orte, an denen sich die Menschen gerne aufhalten. Mit der Entsiegelung und den neuen Bäumen verbessern wir das Stadtklima und schaffen einen lebendigen Treffpunkt für alle. Der Martin-Luther-Platz zeigt, wie Klimaanpassung und mehr Lebensqualität im öffentlichen Raum Hand in Hand gehen“, unterstreicht Klimastadträtin Eva Schobesberger.

Salon unter Bäumen

Herzstück der Neugestaltung ist der sogenannte „Salon unter Bäumen“.  Sechs neue Gleditsien ergänzen die drei bestehenden im Bereich vor der Douglas-Filiale. Zusätzlich spenden zwölf Ulmen in neuen Bauminseln künftig Schatten. Eine Vogelkirsche und ein Apfelbaum ergänzen die Bepflanzung im südlich gelegenen Pfarrgarten. Bei zwölf Bäumen unterstützt das Schwammstadt-Prinzip die nachhaltige Wasserversorgung. Sieben Sitzbänke, 15 Sessel und ein Trinkbrunnen schaffen zusätzliche Möglichkeiten zum Verweilen ohne Konsumzwang.

Was ist das „Schwammstadt-Prinzip“?

Die Funktionsweise des Schwammstadt-Prinzip ist vergleichsweise einfach: Der Wurzelraum unter den Straßen, Parkplätzen und Gehwegen wird erweitert. Dadurch kann Regenwasser länger gespeichert und zurückgehalten werden und steht den Bäumen länger zur Verfügung. Gleichzeitig werden Überflutungen bei Starkregenereignissen abgeschwächt oder verhindert. Dazu wird unterhalb der befestigten Oberflächen im Straßenraum eine Schicht aus grobkörnigem Schotter sowie feineren, wasserspeichernden Materialien, etwa Sand und Kompost, angelegt. 

Die Bäume stehen wie üblich in ihren Baumscheiben, haben aber direkten Kontakt zu den Schotter-Schichten und können diese durchwurzeln. Auch das Regenwasser kann direkt in die Baumscheibe oder über Einlaufschächte und Drainageeinrichtungen in die Schotterschicht ablaufen. Es steht dem Baum somit in ausreichender Menge und über einen entsprechend längeren Zeitraum zur Verfügung. Die Entwässerungssysteme der Straßen werden auch so ausgerichtet, dass Regenwasser zu den Bäumen fließt und nicht sofort im Kanal verschwindet. Ein Baum erhält so das 10- bis 15-fache der üblichen Wassermenge. 

Verkehrsberuhigte Johann-Konrad-Vogel-Straße

Auch die Johann-Konrad-Vogel-Straße erhält ein neues Gesicht. Als verkehrsberuhigte Begegnungszone bietet sie künftig mehr Raum für Fußgänger*innen. Die Durchfahrt bleibt auf Fahrzeuge aus der Tiefgarage sowie Einsatzfahrzeuge beschränkt. Knapp 90 Fahrradabstellplätze stärken die umweltfreundliche Mobilität. Vorhandene Pflastersteine wurden bei der Umgestaltung wiederverwendet.

Der Neugestaltung ging ein gemeinsamer Architekturwettbewerb voraus. Aus zehn Einreichungen setzte sich das Konzept von 3:0 Landschaftsarchitektur durch. Mit der Eröffnung steht der Platz künftig als grüner Treffpunkt für Bewohner*innen, Besucher*innen und Veranstaltungen zur Verfügung.

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