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Nur nach Wien pendeln mehr Menschen zur Arbeit

Stadt Linz und Umland bilden gemeinsamen Wirtschaftsraum

Insgesamt 111.391 Erwerbstätige wohnen außerhalb von Linz und haben ihren Arbeitsort in der Landeshauptstadt. Umgekehrt sind 34.266 Linzer*innen in anderen Gemeinden beschäftigt.

Das zeigt die aktuelle Pendelzielstatistik von Statistik Austria mit Stichtag 31. Oktober 2024. Mit einem Einpendler*innenanteil von 61,3 Prozent und einem Auspendler*innenanteil von 32,8 Prozent weist Linz im Vergleich mit Salzburg, Graz und Innsbruck jeweils die höchsten Werte auf. Nach Wien ist Linz das zweitgrößte Einpendler*innenzentrum Österreichs.

Besonders eng sind die Verflechtungen mit Linz-Land und dem Mühlviertel: 72.707 Einpendler*innen und damit 65,3 Prozent kommen aus diesen fünf Bezirken. Aus Linz-Land stammen 27.171 Personen, aus Urfahr-Umgebung 20.567. In Puchenau haben 60,1 Prozent der aktiv Erwerbstätigen ihren Arbeitsort in Linz, in Lichtenberg sind es 54,7 Prozent. Zugleich arbeiten 14.862 Linzer*innen im Bezirk Linz-Land.

„Wer Verkehrswege, Wohngebiete und Betriebsstandorte plant, muss den gesamten Zentralraum im Blick haben. Linz übernimmt wichtige Aufgaben für die Region, die nicht allein aus dem Stadtbudget finanziert werden können. Dafür braucht es eine abgestimmte Planung und eine faire Aufteilung der Verantwortung zwischen Stadt, Land und Bund.“

Bürgermeister Dietmar Prammer

Verkehrsprojekte verbinden Stadt und Region

Mehrere geplante und laufende Verkehrsprojekte sollen die Erreichbarkeit der Arbeitsplätze verbessern. Die Regional-Stadtbahn mit den künftigen Linien S6 und S7 soll Linz und das Mühlviertel besser verbinden. Die neue Obuslinie 48 ergänzt das innerstädtische Angebot ab voraussichtlich Herbst 2027 von Urfahr über das Krankenhausviertel und die Grüne Mitte bis zum WIFI beziehungsweise zur Linz AG.

Der viergleisige Ausbau der Weststrecke zwischen Linz-Hauptbahnhof und der Signalbrücke schafft die Voraussetzungen für ein dichteres Bahnangebot. Mit der neuen ÖBB-Haltestelle im Franckviertel entsteht zudem ein Umsteigeknoten zwischen regionalem Bahnverkehr und städtischen Öffis. Ihre Inbetriebnahme ist für Ende 2033 geplant.

Im Straßennetz ist seit Juli 2026 der zweite Bauabschnitt der A26 Linzer Autobahn mit dem Freinbergtunnel, dem Bahnhofsknoten und der Unterflurtrasse Waldeggstraße in Bau.

„Für die Menschen zählt, dass sie ihren Arbeitsplatz gut und verlässlich erreichen. Dazu müssen regionaler Bahnverkehr und städtische Öffis ineinandergreifen. Einfaches Umsteigen und gut abgestimmte Angebote machen den öffentlichen Verkehr im Alltag attraktiver.“

Bürgermeister Dietmar Prammer

Pendelstatistik zeigt räumliche Beziehungen

Die Entfernungen zwischen Wohn- und Arbeitsort verdeutlichen das Einzugsgebiet des Arbeitsstandorts Linz: 31,7 Prozent der Einpendler*innen wohnen 20 bis 39 Straßenkilometer von ihrem Arbeitsort entfernt. Bei weiteren 34,8 Prozent beträgt die errechnete Distanz mindestens 40 Kilometer.

Die Daten beruhen auf der abgestimmten Erwerbsstatistik von Statistik Austria. Erfasst werden aktiv Erwerbstätige mit Hauptwohnsitz in Österreich und deren jeweilige Haupterwerbstätigkeit. Die Statistik beschreibt die räumliche Beziehung zwischen Wohn- und Arbeitsort, nicht das tatsächliche Verkehrsaufkommen. Sie erfasst weder die Häufigkeit der Wege noch die Wahl des Verkehrsmittels.

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