• Linz-Geschichte(n)

    Altstadt 17: Das Haus, in dem Mozart eine Sinfonie komponierte

    Mozarts „Linzer Sinfonie“ entstand 1783 in nur vier Tagen – ein spontanes Meisterwerk während eines Zwischenstopps in Linz. Ohne Noten im Gepäck komponierte er das Stück auf Drängen der Linzer Gesellschaft und führte es im Wassertheater auf. Diese Episode zeigt Mozarts Genie und seine frühe Verbindung zur Stadt. Wenn ein Musikstück von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) „Linzer Sinfonie“ heißt, kann man sich vorstellen, dass er es in Linz komponiert hat. Was man sich weniger vorstellen kann, ist, dass er das in nur vier Tagen getan hat – genau vom 30.…

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  • Linz-Geschichte(n)

    Pichling: Der Verkehrsunfall, der fast die Geschichte Österreichs veränderte

    Ein Marterl am Pichlinger See erzählt von einem Unfall, der Österreichs Geschichte fast verändert hätte. Am 13. Juli 1935 verunglückte die Staatslimousine von Kanzler Kurt Schuschnigg, seine Frau Herma starb. Gerüchte um ein Attentat halten bis heute an. Marterl – auf Hochdeutsch Bildstöcke – am Wegesrand sind eine weitverbreitete Form der katholischen Volksfrömmigkeit in den Alpenländern. Sie sollen zu einem Gebet unterwegs anstoßen und dienen als Zeichen der Dankbarkeit für überstandene Gefahren oder zur Erinnerung an Unglücksfälle. Es ist darum kein Zufall, dass sich die Marterl-Dichte an vielbefahrenen Landstraßen im…

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  • Linz-Geschichte(n)

    Prachtbau: Das Palais, in dem das Bürgertum tanzt(e) 

    Das Vereinshaus an der Landstraße ist seit über einem Jahrhundert ein Ort der Begegnung und der Feste. Gebaut für das aufstrebende Bürgertum des 19. Jahrhunderts, wurde es schnell zum kulturellen und gesellschaftlichen Mittelpunkt von Linz. Bis heute dient es als wichtiger Veranstaltungsort der Stadt. „Jahre und Jahre seufzte die ganze Linzer Bevölkerung nach würdigen Sälen, nach würdigen Localitäten, wo sie sich versammeln konnte zu ernster Berathung und zu heiteren Festen. Das sociale und gesellschaftliche Leben in Linz litt geradezu unter dem Mangel solcher Räumlichkeiten, und wir sind überzeugt, dass dasselbe,…

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    LINZ2: Der Sender, der Radio OÖ nicht ausstrahlt

    Der größte und wichtigste Hörfunk- und Fernseh-Sender für den Raum Linz und darüber hinaus ist der Sender LINZ1. Und der befindet sich – in Lichtenberg. Dort ist er so prominent, dass er nicht nur das Wahrzeichen der Mühlviertler Gemeinde ist, sondern seit 1969 sogar ihr Wappen ziert. Von dort werden neben vielen anderen Programmen auch die des ORF ausgestrahlt. Und damit auch das im Linzer Landesstudio produzierte Radio Oberösterreich. Sender mit langer Geschichte Der Sender Lichtenberg stellte mit seiner Inbetriebnahme am 17. November 1960 einen weit älteren in den Schatten,…

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    Das Gemeindehaus, das keine Gemeinde (mehr) hat

    Es ist für Linzerinnen und Linzer wie Touristen verwirrend genug, dass Linz zwei Rathäuser hat. Das sind aber nur diejenigen, die auch als solche in Funktion sind. Dann gibt es aber auch noch Rat- und Gemeindehäuser von ehemalig selbstständigen Umlandgemeinden, die heute Linzer Stadtteile sind. Wie etwa das Rathaus der früheren Stadt Urfahr, das Gemeindehaus der früheren Marktgemeinde Ebelsberg und das Schul- und Gemeindehaus der früheren Gemeinde Kleinmünchen. Letzteres hat die Adresse Dauphinestraße 56, wurde um 1870 errichtet und in der Folge mehrfach umgebaut und erweitert. Die Funktion als Verwaltungszentrale…

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    Das Linzer Unfallkrankenhaus (UKH): Das Krankenhaus, das 73 Jahre alt wird

    Das ehemalige Unfallkrankenhaus am Blumauer Platz war ein Linzer Nachkriegsbau mit Höhen und Tiefen. Trotz innovativer Ansätze in der Patientenversorgung blieb es durch bauliche Mängel und spätere Umbauten problembehaftet. Seine Geschichte endete mit dem Abriss – begleitet von wenig Widerstand. War das Musiktheater „schuld“, dass das UKH übersiedelte? Nein. Dessen Bau wurde erst im Kulturhauptstadtjahr 2009 begonnen. Der Baustart des neuen UKH in der Garnisonstraße erfolgte jedoch bereits 2002. Warum dem Altbau am damaligen Blumauer Platz kein Denkmalschutz und damit kein langes Leben beschieden sein sollte, verrät dessen Eröffnungsdatum: 5.…

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    Linzer Baudenkmal: Das Sparkassengebäude, dessen Zukunft offen ist

    Was die Sparkasse OÖ an ihrem 1892 errichteten Stammhaus an der Promenade hat, weiß sie. Seit Mitte des Jahres läuft darum eine großangelegte Sanierung und Modernisierung des Palais, die 2025 abgeschlossen sein sollen. Was mit dem aus anderen Gründen markanten Sparkassengebäude an der Wildbergstraße in Urfahr geschehen wird, steht dagegen in den Sternen. Potenzial zur Weiternutzung Die Bank hält sich derzeit nämlich noch bedeckt, ob sie ihr 1979 nach Plänen des Linzer Architekten Wolfgang Radler errichtetes zentrales Verwaltungsgebäude erhalten oder (teilweise) abreißen will. Das ist wohl ebenso kontroversiell, wie es…

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    Am Freinberg: Die Stupa, die missverstanden wurde

    „Um Gottes Willen, jetzt baut der Islam da her!“ Solche und ähnliche Äußerungen von zumeist älteren Spaziergängern konnte man 2013 am Westhang des Freinberges vernehmen. Dabei ging es um eine völlig andere Weltreligion, nämlich Buddhismus. Nach Graz und Salzburg bemühte sich das „Buddhistische Zentrum Linz des Karma-Kagyü-Diamantweges“ in der dritten österreichischen Landeshauptstadt eine sogenannte Stupa zu erreichten. Und hatte dabei mit zahlreichen Widerständen zu kämpfen. Eine Stupa (tibetisch: Chörten) ist ein uraltes archetypisches Symbol für den voll verwirklichten oder „erwachten“ Geist, ein „Erleuchtungs-Kraftwerk“. Trotz Widerstand: Feierliche Eröffnung der Linzer Stupa…

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    Wolfgang Böck: Der Ur-Wiener, der ein echter Linzer ist

    Wolfgang Böck, bekannt als Ur-Wiener in Film und Fernsehen, ist eigentlich ein echter „Linza Bua“. Geboren 1953 in Linz, wuchs er im Keferfeld auf und fand im Landestheater seine Berufung als Schauspieler. Mit seiner Rolle als Trautmann im „Kaisermühlenblues“ wurde er österreichweit bekannt. Heute lebt der Oldtimer-Liebhaber und Intendant der Schlossspiele Kobersdorf im Burgenland, bleibt aber durch seine Linzer Wurzeln geprägt. Man kennt ihn an der Seite von Adi Hirschal als Interpret von Wiener Strizzi-Liedern, als Wiener Kriminaler Trautmann im „Kaisermühlenblues“ und den gleichnamigen Krimi-Filmen und überhaupt in vielen TV-Rollen,…

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    Schwedenbomben: Die süße Wiener Spezialität, die es ohne Linz nicht gäbe

    Die berühmten Schwedenbomben gehören für 94 % der Österreicher zur süßen Tradition. Doch wussten Sie, dass diese Delikatesse ursprünglich in Linz entstanden ist? Der Hersteller, Niemetz, und die ikonische Marke haben eine spannende Geschichte, die weit über Wien hinausgeht. Die süße Wiener Spezialität, die es ohne Linz nicht gäbe Fast jede/r in Österreich (laut Umfragen 94%) kennt die berühmten Schwedenbomben und ihren Hersteller Niemetz. Bei dem allerdings zwei Umstände nicht, beziehungsweise nicht mehr so sind wie es den Anschein hat. Erstens ist der in der Marke integrierte Slogan „Wiener Konditorqualität…

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