• Linz-Geschichte(n)Sparkasse Linz historisch

    Sparkasse Linz: Die Bank, die Europas größten Kassensaal hatte

    Selten ist die neuere Geschichte einer Stadt so eng mit einer Bank verbunden, wie das in Linz mit der Sparkasse der Fall ist. Das betrifft vor allem das 19. Jahrhundert. Gegründet 1849 sollte sich das Institut von einer Einrichtung zur Armenfürsorge zur zeitweise kundenstärksten Bank landesweit entwickeln. Ohne die Sparkasse gäbe es wahrscheinlich das bischöfliche Gymnasium Petrinum, das Kaufmännische Vereinshaus oder das Landesmuseum Francisco Carolinum so nicht. Auch bei großen Infrastrukturprojekten der Stadt Linz wie der Einführung der öffentlichen Gasbeleuchtung und dem Bau der eisernen Donaubrücke von 1872 – der…

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    Der Alte Schlachthof, der keiner war 

    Die markante rote Halle in der Linzer Holzstraße war ursprünglich der Fleischmarkt, nicht der Alte Schlachthof. Heute ist das einstige architektonische Meisterwerk von 1928, das später unter anderem als Lager und Nachtklub diente, als „Rotax MAX Dome“ eine moderne E-Kart-Bahn.  Wenn die meisten Linzerinnen und Linzer vom Alten Schlachthof lesen, dann denken sie an eine Halle in der Holzstraße in expressionistischem Stil mit markantem roten Anstrich. Und das ist falsch. Der 1896-98 errichtete und durchwegs mit Fassaden in Klinkerziegelverkleidung gestaltete eigentliche alte Schlachthof befand sich rechts davon. Also dort, wo…

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    Altstadt 17: Das Haus, in dem Mozart eine Sinfonie komponierte

    Mozarts „Linzer Sinfonie“ entstand 1783 in nur vier Tagen – ein spontanes Meisterwerk während eines Zwischenstopps in Linz. Ohne Noten im Gepäck komponierte er das Stück auf Drängen der Linzer Gesellschaft und führte es im Wassertheater auf. Diese Episode zeigt Mozarts Genie und seine frühe Verbindung zur Stadt. Wenn ein Musikstück von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) „Linzer Sinfonie“ heißt, kann man sich vorstellen, dass er es in Linz komponiert hat. Was man sich weniger vorstellen kann, ist, dass er das in nur vier Tagen getan hat – genau vom 30.…

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    Pichling: Der Verkehrsunfall, der fast die Geschichte Österreichs veränderte

    Ein Marterl am Pichlinger See erzählt von einem Unfall, der Österreichs Geschichte fast verändert hätte. Am 13. Juli 1935 verunglückte die Staatslimousine von Kanzler Kurt Schuschnigg, seine Frau Herma starb. Gerüchte um ein Attentat halten bis heute an. Marterl – auf Hochdeutsch Bildstöcke – am Wegesrand sind eine weitverbreitete Form der katholischen Volksfrömmigkeit in den Alpenländern. Sie sollen zu einem Gebet unterwegs anstoßen und dienen als Zeichen der Dankbarkeit für überstandene Gefahren oder zur Erinnerung an Unglücksfälle. Es ist darum kein Zufall, dass sich die Marterl-Dichte an vielbefahrenen Landstraßen im…

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    Prachtbau: Das Palais, in dem das Bürgertum tanzt(e) 

    Das Vereinshaus an der Landstraße ist seit über einem Jahrhundert ein Ort der Begegnung und der Feste. Gebaut für das aufstrebende Bürgertum des 19. Jahrhunderts, wurde es schnell zum kulturellen und gesellschaftlichen Mittelpunkt von Linz. Bis heute dient es als wichtiger Veranstaltungsort der Stadt. „Jahre und Jahre seufzte die ganze Linzer Bevölkerung nach würdigen Sälen, nach würdigen Localitäten, wo sie sich versammeln konnte zu ernster Berathung und zu heiteren Festen. Das sociale und gesellschaftliche Leben in Linz litt geradezu unter dem Mangel solcher Räumlichkeiten, und wir sind überzeugt, dass dasselbe,…

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    LINZ2: Der Sender, der Radio OÖ nicht ausstrahlt

    Der größte und wichtigste Hörfunk- und Fernseh-Sender für den Raum Linz und darüber hinaus ist der Sender LINZ1. Und der befindet sich – in Lichtenberg. Dort ist er so prominent, dass er nicht nur das Wahrzeichen der Mühlviertler Gemeinde ist, sondern seit 1969 sogar ihr Wappen ziert. Von dort werden neben vielen anderen Programmen auch die des ORF ausgestrahlt. Und damit auch das im Linzer Landesstudio produzierte Radio Oberösterreich. Sender mit langer Geschichte Der Sender Lichtenberg stellte mit seiner Inbetriebnahme am 17. November 1960 einen weit älteren in den Schatten,…

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    Das Gemeindehaus, das keine Gemeinde (mehr) hat

    Es ist für Linzerinnen und Linzer wie Touristen verwirrend genug, dass Linz zwei Rathäuser hat. Das sind aber nur diejenigen, die auch als solche in Funktion sind. Dann gibt es aber auch noch Rat- und Gemeindehäuser von ehemalig selbstständigen Umlandgemeinden, die heute Linzer Stadtteile sind. Wie etwa das Rathaus der früheren Stadt Urfahr, das Gemeindehaus der früheren Marktgemeinde Ebelsberg und das Schul- und Gemeindehaus der früheren Gemeinde Kleinmünchen. Letzteres hat die Adresse Dauphinestraße 56, wurde um 1870 errichtet und in der Folge mehrfach umgebaut und erweitert. Die Funktion als Verwaltungszentrale…

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    Das Linzer Unfallkrankenhaus (UKH): Das Krankenhaus, das 73 Jahre alt wird

    Das ehemalige Unfallkrankenhaus am Blumauer Platz war ein Linzer Nachkriegsbau mit Höhen und Tiefen. Trotz innovativer Ansätze in der Patientenversorgung blieb es durch bauliche Mängel und spätere Umbauten problembehaftet. Seine Geschichte endete mit dem Abriss – begleitet von wenig Widerstand. War das Musiktheater „schuld“, dass das UKH übersiedelte? Nein. Dessen Bau wurde erst im Kulturhauptstadtjahr 2009 begonnen. Der Baustart des neuen UKH in der Garnisonstraße erfolgte jedoch bereits 2002. Warum dem Altbau am damaligen Blumauer Platz kein Denkmalschutz und damit kein langes Leben beschieden sein sollte, verrät dessen Eröffnungsdatum: 5.…

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    Linzer Baudenkmal: Das Sparkassengebäude, dessen Zukunft offen ist

    Was die Sparkasse OÖ an ihrem 1892 errichteten Stammhaus an der Promenade hat, weiß sie. Seit Mitte des Jahres läuft darum eine großangelegte Sanierung und Modernisierung des Palais, die 2025 abgeschlossen sein sollen. Was mit dem aus anderen Gründen markanten Sparkassengebäude an der Wildbergstraße in Urfahr geschehen wird, steht dagegen in den Sternen. Potenzial zur Weiternutzung Die Bank hält sich derzeit nämlich noch bedeckt, ob sie ihr 1979 nach Plänen des Linzer Architekten Wolfgang Radler errichtetes zentrales Verwaltungsgebäude erhalten oder (teilweise) abreißen will. Das ist wohl ebenso kontroversiell, wie es…

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    Am Freinberg: Die Stupa, die missverstanden wurde

    „Um Gottes Willen, jetzt baut der Islam da her!“ Solche und ähnliche Äußerungen von zumeist älteren Spaziergängern konnte man 2013 am Westhang des Freinberges vernehmen. Dabei ging es um eine völlig andere Weltreligion, nämlich Buddhismus. Nach Graz und Salzburg bemühte sich das „Buddhistische Zentrum Linz des Karma-Kagyü-Diamantweges“ in der dritten österreichischen Landeshauptstadt eine sogenannte Stupa zu erreichten. Und hatte dabei mit zahlreichen Widerständen zu kämpfen. Eine Stupa (tibetisch: Chörten) ist ein uraltes archetypisches Symbol für den voll verwirklichten oder „erwachten“ Geist, ein „Erleuchtungs-Kraftwerk“. Trotz Widerstand: Feierliche Eröffnung der Linzer Stupa…

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