Stadt Linz zieht positive Wirtschaftsbilanz für 2025
Innovationskraft, Unternehmensvielfalt und neue Impulse für 2026
Die Stadt Linz blickt auf ein wirtschaftlich dynamisches Jahr 2025 zurück. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen konnte die oberösterreichische Landeshauptstadt ihre Rolle als wirtschaftliches Zentrum und Innovationsmotor weiter stärken. Neue Unternehmensgründungen, florierende Start-up-Strukturen, ein starker Arbeitsmarkt sowie eine Reihe strategischer Leuchtturmprojekte der Stadt haben den Wirtschaftsstandort nachhaltig geprägt.
„Linz hat sich 2025 erneut als dynamisches Zentrum des Fortschritts und der Kooperation bewiesen. Unsere wirtschaftlichen Kennzahlen zeigen: Innovation, Zusammenhalt und ein starkes Netzwerk an Unternehmen, Institutionen und kreativen Köpfen treiben den Standort voran. Wir arbeiten kontinuierlich an der inhaltlichen Umsetzung wirtschaftsbezogener Projekte, Programme und Standortinitiativen und setzen konsequent auf Förderung, Digitalisierung und Internationalität. So gestalten wir Linz als moderne Zukunftsstadt für alle.“
Wirtschaftsreferent Stadtrat Thomas Gegenhuber
Starkes Jahr für Innovation, Start-ups und Unternehmen
Die Innovationslandschaft in Linz zeigt sich 2025 lebendig wie nie. In der sogenannten „Digital Mile“ arbeiten mittlerweile 3.500 Mitarbeiter*innen in 110 technologieorientierten Unternehmen – ein Anstieg um rund 500 Personen seit 2023. Darüber hinaus beheimatet die Tabakfabrik Linz als kreatives Zentrum Menschen aus 44 Nationen und fördert ein international geprägtes Innovationsklima. Die Stadt Linz zählt zu den forschungsintensivsten Standorten Österreichs: Mehr als 761 Millionen Euro werden jährlich in Forschung und Entwicklung investiert. Gleichzeitig ist Linz mit einem Anteil von 99,1 Prozent an kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) ein stabiler Motor für Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung.
Ausblick auf 2026: Gebündeltes Know-how und neue Programme
Auch 2026 setzt die Stadt Linz auf wirtschaftliche Schwerpunkte mit Weitblick. Das „Wirtschaftsprogramm Neu“ soll eine die strategische Grundlage für die kommenden Jahre legen – mit Fokus auf die Stärkung und Attraktivierung des Wirtschaftsstandortes Linz. Geplant ist zudem eine Neuauflage von „Linz hACkT“, das Gründer*innen-Stipendium, die Wiederaufnahme der „Tour der Linzer Innovation“ durch die Stadtteile, die Fortführung der Formate am Innovationshauptplatz sowie das „Symposium für Wirtschaft und Integration.“
„2026 steht ganz im Zeichen unserer Stärken: Innovationskraft, unternehmerisches Denken und die Vernetzung der unterschiedlichen Akteur*innen. Als Stadt wollen wir dieses gebündelte Know-how gezielt einsetzen, um Linz als attraktiven Wirtschaftsstandort weiter zu unterstützen und zukunftsfit aufzustellen. Ich freue mich auf die vielen Projekte, Ideen und Kooperationen, die wir gemeinsam umsetzen werden“, so Wirtschaftsstadtrat Gegenhuber abschließend.
Leuchtturmprojekte 2025 der Abteilung Wirtschaft, Innovation, Klimaschutz & EU (WIKE)
2025 setzte die Abteilung WIKE thematische Schwerpunkte in den Bereichen Klimaschutz, digitale Transformation, Innenstadtattraktivierung, Innovationsförderung und europäische Vernetzung. Mit einer Vielzahl konkreter Projekte wurde der Wirtschaftsstandort Linz nachhaltig gestärkt:
Projekte aus den Bereichen Wirtschaft & Klimaschutz:
- Internationale Formate: Mit dem „Expats Café“ fördert die Stadt Linz gezielt Internationalisierung und Vernetzung zwischen Expats und der Stadtverwaltung. Das neue „MyLinz – Newcomers Handbook“ bietet dabei Unterstützung für neu zugezogene Menschen beim Ankommen in der Stadt – von Wohnen bis Freizeit.
- „Linz Connects IT & Economy“: Das Vernetzungsformat für die Linzer Wirtschaft und die IT-Branche stärkt den fachlichen Austausch und erweitert gezielt Vernetzungs- sowie Kooperationsmöglichkeiten.
- Unternehmensbefragung: Rund 7.000 Betriebe wurden zum Wirtschaftsstandort befragt – als eine von mehreren Grundlagen für das „Wirtschaftsprogramm neu“. Die Ergebnisse werden Anfang 2026 aufliegen.
- H2-Convention: 420 Teilnehmer*innen aus ganz Europa vernetzten sich zum Thema Wasserstoff. In diesem Rahmen werden auch gemeinsame Projekte initiiert, die einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung einer klimaneutralen Industrie in Oberösterreich sowie im Großraum Linz leisten. Neben der Fachkonferenz gab es einen gut besuchten Informationstag für Schüler*innen und Bürger*innen.
- Re-Use Kongress: Rund 250 Expert*innen aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten in der Tabakfabrik konkrete Ansätze für eine zirkuläre Bauwirtschaft. In zehn Workshops wurden zentrale Hebel von CO₂-optimierter Planung bis zur Ausbildung praxisnah bearbeitet.
- Linz mit Ambitio3xn – „Klimaneutrale Stadt – Pionierstadt“: Das Projekt „Linz mit Ambitio3xn“ unterstützt Linz am Weg zur Klimaneutralität bis 2040. Lösungsbausteine für die drei Ambitionsfelder Governance, Umsetzung und Lernumgebung werden erarbeitet, und adressieren dabei die Bereiche Energie, Mobilität und Gebäude.
- Städtische Wirtschaftsförderungen: Insgesamt 120 Projekte wurden mit über 680.000 Euro unterstützt. Neben klassischen Förderprogrammen gab es auch wieder das Gründer*innenstipendium in Höhe von je 5.000 Euro für vier Projekte. Allein für das Gründer*innen-Stipendium gingen heuer 45 Einreichungen ein – fast doppelt so viele wie im Vorjahr 2024.
- Innenstadtprojekte: Aktionen wie die „Playfountain – Linzer Wasserspielplatz“, das „Glückslabyrinth“ oder „Open Stage“ sorgten 2025 für Belebung in der Innenstadt. Des Weiteren wurden über 300 KMUs zur „Entbürokratisierung“ befragt. Die Awarenesskampagne „Deine Stadt. Deine Shops“ sensibilisiert für Einkaufen in lokalen Geschäften. Der Prozess zur neuen Winterbeleuchtung wurde gestartet. „Happy New Linz“ – die neue Silvesterfeier am Hauptplatz wurde seitens der Abteilung WIKE auf städtischer Seite bei der Projektumsetzung unterstützt.
Projekte aus dem Bereich Innovation & Partizipation:
- Erfolgreiche Fortführung partizipativer Formate wie der Linzer Bürger*innenbeteiligungsplattform, „Create your City!“, „Hello World“, „Digitaler Elternabend“ oder „Labor der Zuversicht“. Mit „ScienCity“ wurde der Hauptplatz erneut zur Bühne für Hochschul-Innovationen.
- MINT-Region OÖ Zentral: Linz wurde offiziell als MINT-Region ausgezeichnet und fördert gezielt Talente in Technik und Wissenschaft – gemeinsam mit Partner*innen aus Wirtschaft und Bildung.
- Digital City Studio/Digitales Stadtlabor: Das gemeinsame Projekt mit der IT:U und der städtischen Abteilung Planung, Technik und Umwelt, lädt seit Oktober 2025 in der Pfarrgasse 9 zur aktiven Mitgestaltung der digitalen Transformation in Linz ein – mit Workshops, Vorträgen und Co-Creation.
- Pop-Up Store Hauptplatz: 2025 wurde der Store von unterschiedlichen Organisationen aus beispielsweise Gastronomie, IT und dem Sozialbereich bespielt – ein niederschwelliges Format zur Sichtbarmachung kreativer Ideen.



