Gestaltungsbeirat: Grünes Licht für Wohnbauprojekt
Qualitätssicherung für sensibles Umfeld gefordert

Im der 204. Sitzung des Beirates für Stadtgestaltung Linz standen vier Projekte auf der Tagesordnung, davon drei mit dem Schwerpunkt Wohnen sowie ein in seiner Lage und Thematik eher unübliches Projekt am Urnenhainweg.
Den Auftakt bildete ein bereits bekanntes Wohnbauprojekt des Linzer Architekturbüros Klingmüller in der Dinghoferstraße 26 / Lustenauer Straße 12. Die vom Beirat in einer vorangegangenen Sitzung empfohlenen Verbesserungen wurden von den Projektaten umfassend aufgegriffen. Das Projekt erhielt daher nun grünes Licht für die Einreichung. Besonders positiv hervorgehoben wurde die deutliche qualitative Weiterentwicklung, insbesondere die Überarbeitung des Freiraumkonzepts.
Das Neubauprojekt liegt im innerstädtischen Bereich von Linz an der Kreuzung zweier wichtiger Verkehrsachsen, der Dinghoferstraße und der Lustenauer Straße. Die beiden Baukörper treten im Straßenraum als eigenständige Häuser in Erscheinung, sind jedoch funktional über einen gemeinsamen Innenhof sowie eine durchgehende Tiefgarage verbunden. Mit den Neubauten wird eine städtebauliche Lücke geschlossen und der niedrigere Altbestand entlang der Lustenauer Straße ersetzt. Insgesamt entstehen 27 neue Wohnungen in zwei Wohnhäusern mit jeweils fünf oberirdischen Geschoßen und ausgebautem Dachgeschoß. Bürgermeister Dietmar Prammer betont den Mehrwert des Projekts: „Gerade in innerstädtischer Lage ist ein hochwertiger, begrünter Innenhof ein wichtiger Beitrag zur Wohnqualität und zum urbanen Lebensraum.“
Als zweiter Tagesordnungspunkt wurde das Projekt am Urnenhainweg 6 behandelt. Dabei handelt es sich um die Firma Lentia Marmor, deren bisheriger Standort in der Friedhofstraße aufgelassen werden soll. Die bestehende Filiale in Urfahr beim Urnenhainfriedhof soll umgebaut werden. Aufgrund der besonderen Sensibilität des Standorts, am Rand des Friedhofs, zwischen den beiden Eingängen zum Urnenhain, sieht der Beirat die Lage als wesentlich für die Wahrnehmung der Gesamtanlage. Um der Bedeutung dieses Umfelds gerecht zu werden, fordert der Beirat ein qualitätssicherndes Verfahren, das alle relevanten städtebaulichen, architektonischen und landschaftsplanerischen Aspekte berücksichtigt. Das Projekt erhielt in der heutigen Sitzung keine Zustimmung zur Einreichung.
Die weiteren zwei Wohnbauprojekte in der Lustenauer Straße und Stifterstraße wurden vom Gremium auf Wiedervorlage gesetzt.



