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	<title>Nike von Linz - Alles Linz</title>
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	<title>Nike von Linz - Alles Linz</title>
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		<title>Alte Hauptpost: Die Kunstuni, die ein Jesuitenkolleg war </title>
		<link>https://alleslinz.at/geschichte/alte-hauptpost-die-kunstuni-die-ein-jesuitenkolleg-war/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sam Langanke]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jan 2025 10:22:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Linz-Geschichte(n)]]></category>
		<category><![CDATA[Jesuitenkolleg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das markante Geb&#228;ude am Pfarrplatz, das heute einen Teil der Kunstuniversit&#228;t beherbergt, blickt auf eine bewegte Geschichte zur&#252;ck. Einst Jesuitenkolleg, sp&#228;ter Kaserne und Hauptpost, pr&#228;gt es seit Jahrhunderten das Linzer Stadtbild und spiegelt die Wandlungen der Stadt wider. Auch wenn seit 2016 die einst hoch umstrittene *Nike von Linz&#8220; am Dach prangt und damit anzeigt, &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das markante Geb&auml;ude am Pfarrplatz, das heute einen Teil der Kunstuniversit&auml;t beherbergt, blickt auf eine bewegte Geschichte zur&uuml;ck. Einst Jesuitenkolleg, sp&auml;ter Kaserne und Hauptpost, pr&auml;gt es seit Jahrhunderten das Linzer Stadtbild und spiegelt die Wandlungen der Stadt wider.</strong></p>
<p>Auch wenn seit 2016 die einst hoch umstrittene *Nike von Linz&ldquo; am Dach prangt und damit anzeigt, dass sich hier seit 2006 der zweite Standort der Kunstuniversit&auml;t befindet, nennen die meisten &auml;lteren Linzerinnen und Linzer das Geb&auml;ude an Kollegiumgasse, Domgasse und Pfarrplatz bis heute &bdquo;die alte Hauptpost&ldquo;. Das ist kein Wunder, denn diese Funktion hatte es eine lange Zeit inne. Genau ab 1869. In dieser Zeit wurden auch zahlreiche Adaptierungen am Geb&auml;ude durchgef&uuml;hrt, mit dem H&ouml;hepunkt der Aufstockung um zwei Gescho&szlig;e in den 1920er Jahren.</p>
<h2>Geschichtstr&auml;chtiger Urbau</h2>
<p>Der expressionistische Architekt Julius Schulte (1881-1928) schaffte es dabei, seinen Ausbau auf eine zwar eigenartige und unverkennbare, aber dennoch harmonische Weise mit dem Altbestand zu verbinden. Dieser Ur-Bau geht weit zur&uuml;ck und wurde in drei Etappen von 1652 bis 1668 errichtet. Ein Jahr nach der Fertigstellung erfolgte die Grundsteinlegung zur benachbarten Ignatiuskirche. Das ist kein Zufall. Denn beide Geb&auml;ude wurden im Auftrag der Jesuiten gebaut, die 1600 erstmals nach Linz kamen und sich erst 2023 wieder von hier zur&uuml;ckzogen.</p>
<h2>Gro&szlig;er Einfluss der Jesuiten</h2>
<p>Dass beispielsweise auch das Nordico und das Aloisianum einst Jesuiten-Gr&uuml;ndungen waren, zeigt den &uuml;ber Jahrhunderte w&auml;hrenden gro&szlig;en Einfluss dieses Ordens in unserer Stadt, vor allem im Bildungswesen. Auch das Geb&auml;ude am Pfarrplatz war als Jesuitenkollegium und Gymnasium gedacht gewesen und fungierte als solches bis 1773. Dann wurde der als besonders papsttreu bekannte Orden ironischerweise von Papst Clemens XIV. (1705-1774) aufgehoben.</p>
<p>1776 machte Kaiserin Maria Theresia (1717-1780) eine Kaserne aus den nunmehr ehemaligen Jeusitenbesitz. Die Ignatiuskirche sollte bald darauf folgen und zum Dom der neuen Di&ouml;zese Linz erhoben werden. Diese Funktion behielt die Kirche bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Mit dem Bau des Neuen Doms wurde sie &ndash; der Alte Dom.</p>
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		<title>Nike von Linz: Die Göttin, die der größte Kunstskandal Oberösterreichs war</title>
		<link>https://alleslinz.at/geschichte/nike-von-linz-kunst-skandal/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sam Langanke]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Dec 2024 14:25:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Linz-Geschichte(n)]]></category>
		<category><![CDATA[Brückenkopfgebäude]]></category>
		<category><![CDATA[forum metall]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstuniversität]]></category>
		<category><![CDATA[Nike von Linz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>1977 l&#246;ste die &#8222;Nike von Linz&#8220; einen der gr&#246;&#223;ten Kunstskandale Ober&#246;sterreichs aus. Als Nachbildung einer antiken Statue sollte sie das Wahrzeichen der jungen Kunsthochschule werden, doch das Kunstwerk stie&#223; auf so heftige Ablehnung, dass es nach nur zwei Jahren wieder verschwand. Doch die Geschichte dieser Skulptur ist nicht zu Ende &#8211; sie kehrte 2016 zur&#252;ck &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>1977 l&ouml;ste die &bdquo;Nike von Linz&ldquo; einen der gr&ouml;&szlig;ten Kunstskandale Ober&ouml;sterreichs aus. Als Nachbildung einer antiken Statue sollte sie das Wahrzeichen der jungen Kunsthochschule werden, doch das Kunstwerk stie&szlig; auf so heftige Ablehnung, dass es nach nur zwei Jahren wieder verschwand. Doch die Geschichte dieser Skulptur ist nicht zu Ende &ndash; sie kehrte 2016 zur&uuml;ck und sorgt noch immer f&uuml;r Gespr&auml;chsstoff.</strong></p>
<p>W&auml;hrend einige Linzerinnen und Linzer der Hitler-Aphrodite im Bauernbergpark recht zugetan waren, stie&szlig; die Skulptur einer anderen griechischen G&ouml;ttin auf heftige Ablehnung. Die sogenannte &bdquo;Nike von Linz&ldquo; &ndash; Nachbildung einer kopflosen antiken Statue, der &bdquo;Nike von Samothrake&ldquo;, die sich im Pariser Louvre befindet &ndash; schaffte es sogar, den gr&ouml;&szlig;ten O&Ouml; Kunstskandal der Nachkriegszeit auszul&ouml;sen.</p>
<p>Und das kam so: Die heutige Kunstuniversit&auml;t war 1973 als Hochschule f&uuml;r k&uuml;nstlerische und industrielle Gestaltung im Br&uuml;ckenkopfgeb&auml;ude West gegr&uuml;ndet worden. 1977 trat mit dem &bdquo;forum metall&ldquo; eine K&uuml;nstler-Gruppe auf den Plan, die in jenem Jahr eine Ausstellung metallener Gro&szlig;plastiken im Donaupark vorbereitete. Diese stehen bekanntlich heute noch. Die Nike sollte nun einerseits als Vorbote und Werbung f&uuml;r das forum fungieren, andererseits der blutjungen Kunsthochschule ein Kenn- und Wahrzeichen verleihen. Und so wurde das 500 Kilo schwere Kunstwerk aus Aluminium auf einem Tr&auml;ger aus Stahl-Gitterrohr weithin sichbar in luftiger H&ouml;he montiert.</p>
<h2>&bdquo;Geldverschwendung! Verschandelung des Hauptplatzes! Fetzenvogel! Fledermaus!&ldquo;</h2>
<p>&bdquo;Geldverschwendung! Verschandelung des Hauptplatzes! Fetzenvogel! Fledermaus!&ldquo; waren darauf noch die harmlosesten Beschimpfungen, die sich nun &uuml;ber die Verantwortlichen, allen voran <a class="wpg-linkify wpg-tooltip" title="&lt;h3 class=&quot;wpg-tooltip-title&quot;&gt;&lt;span class=&quot;wpg-tooltip-term-title&quot;&gt;B&uuml;rgermeister&lt;/span&gt;&lt;/h3&gt;&lt;div class=&quot;wpg-tooltip-content&quot;&gt;Verantwortlich f&uuml;r die Verwaltung der Stadt Er:Sie vertritt die Stadt nicht nur nach au&szlig;en, sondern leitet auch den Magistrat, der die t&auml;glichen Verwaltungsaufgaben bew&auml;ltigt. Mit der Gesch&auml;ftsordnung und Gesch&auml;ftseinteilung, die er:sie gemeinsam mit dem Stadtsenat verabschiedet, schafft er:sie&nbsp;die Grundlagen f&uuml;r eine funktionierende Verwaltung. Das Notentscheidungsrecht erm&ouml;glicht zudem schnelles Handeln in Krisensituationen, wenn Gremien nicht rechtzeitig tagen k&ouml;nnen. Vorsitz im&nbsp;Gemeinderat&nbsp;und im Stadtsenat In den Gremien der Stadt, wie dem&nbsp;Gemeinderat&nbsp;und Stadtsenat, &uuml;bernimmt der:die B&uuml;rgermeister:in den Vorsitz und sorgt daf&uuml;r, dass wichtige Beschl&uuml;sse in die Tat umgesetzt werden. Ein Beispiel: Die Entscheidung, eine Schule zu renovieren oder neue soziale Wohnbauprojekte anzusto&szlig;en, f&auml;llt oft unter seine:ihre F&uuml;hrung. Gleichzeitig ist er:sie als Mitglied des Stadtsenates selbst f&uuml;r einen bestimmten Bereich verantwortlich, etwa f&uuml;r Finanzen, Infrastruktur&lt;p class=&quot;wpg-read-more&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://alleslinz.at/buergemeister-wahl/was-macht-der-buergermeister/&quot;&gt;Weiterlesen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;" href="https://alleslinz.at/buergemeister-wahl/was-macht-der-buergermeister/" >B&uuml;rgermeister</a> Franz Hillinger (1921-1991), ergossen. Und das noch ganz ohne soziale Medien. 27 Monate hielt Hillinger durch, nachdem aber auch andere Parteien, insbesondere die &Ouml;VP, auf den Aufschrei aufgesprungen waren, beugte er sich und lie&szlig; die Nike in einer Nacht- und Nebelaktion wieder entfernen. Alle Proteste dagegen halfen nichts.</p>
<h2>Demontage, &Uuml;bersiedelung nach Frankfurt, sp&auml;te R&uuml;ckkehr nach Linz</h2>
<p>Nach ihrer Demontage wurde die Skulptur nach Frankfurt gebracht, um sie im dortigen Deutschen Architekturmuseum auszustellen. Was aber nie geschah. Stattdessen verrostete sie langsam am Bauhof der Main-Metropole. Bis 2016. Im Rahmen des H&ouml;henrausch-Projekts &bdquo;Andere Engel&ldquo; wurde sie nach Linz zur&uuml;ckgeholt und an die Ursulinenkirche montiert. Diesmal unter Applaus. Mit Ende der Engel-Ausstellung &uuml;bersiedelte sie zur&uuml;ck an die Linzer Kunstuniversit&auml;t &ndash; nur an ihren anderen Standort: der alten Hauptpost.</p>
<p>Somit lautet seit 21. Oktober 2016 die aktuelle Adresse der Nike auf Domgasse 1. &Uuml;brigens blieb ein ganz au&szlig;ergew&ouml;hnliches Zeitdokument &uuml;ber diese Linzer Kontroverse erhalten. Der Wiener Liedermacher Sigi Maron (1944-2016) war 1979 bei der Demonstration gegen die Abmontage der Nike am Hauptplatz vor Ort, lie&szlig; ein Tonbandger&auml;t dabei laufen und presste f&uuml;nf Minuten des Mitschnitts &ndash; quasi als &bdquo;Bonus-Track&ldquo; &ndash; auf seine 1980 erschienene LP &bdquo;sonst gar nichts&ldquo;. Sein Rededuell mit einem Polizisten, spontane Schm&auml;h-Gedichte auf damalige Politiker und nat&uuml;rlich der mit Inbrunst von den Demonstranten mitgesungene Maron-Hit &bdquo;Leckts mi am Oasch&ldquo; sind dabei ein ebenso historisch interessanes wie h&ouml;chst vergn&uuml;gliches Zeugnis sehr &ouml;sterreichischer Protestkultur.</p><p>The post <a href="https://alleslinz.at/geschichte/nike-von-linz-kunst-skandal/">Nike von Linz: Die Göttin, die der größte Kunstskandal Oberösterreichs war</a> appeared first on <a href="https://alleslinz.at">Alles Linz</a>.</p>
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