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	<title>Linz-Geschichte(n) - Alles Linz</title>
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	<description>Stadt-Zeitung</description>
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	<title>Linz-Geschichte(n) - Alles Linz</title>
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		<title>Warum wurde eine Brücke über die Donau gebaut?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sam Langanke]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 11:44:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Linz-Geschichte(n)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dumme Frage? Nicht wirklich. Denn im Gegensatz zu den Linzern wollten die Urfahraner nicht &#252;ber eine Br&#252;cke mit der Stadt verbunden sein. Das ist kein Wunder. Urfahr kommt von &#8222;&#220;berfuhr&#8220;. Die Flussquerung per Boot war ihr t&#228;glich Brot. Anders als Innsbruck, Graz und Salzburg war Linz nie mit vielen Br&#252;cken gesegnet. Was nat&#252;rlich auf die &#8230;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4 dir="auto">Dumme Frage? Nicht wirklich. Denn im Gegensatz zu den Linzern wollten die Urfahraner nicht &uuml;ber eine Br&uuml;cke mit der Stadt verbunden sein. Das ist kein Wunder. Urfahr kommt von &bdquo;&Uuml;berfuhr&ldquo;. Die Flussquerung per Boot war ihr t&auml;glich Brot.</h4>
<div dir="auto">Anders als Innsbruck, Graz und Salzburg war Linz nie mit vielen Br&uuml;cken gesegnet. Was nat&uuml;rlich auf die Breite der Donau im Gegensatz zu Inn, Mur und Salzach zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist. Bis 1900 gab es auch nur eine einzige, die wir heute als Nibelungenbr&uuml;cke kennen. Die allererste an dieser Stelle wurde anno domini 1497 gebaut, also nur f&uuml;nf Jahre nach der ersten Reise von Christoph Kolumbus nach &bdquo;Westindien&ldquo;. Ein Ereignis, das historisch oft als Wendepunkt von Mittelalter zu Neuzeit markiert wird.</div>
<h3 dir="auto">Dritte Br&uuml;cke im &ouml;sterreichischen Donauraum</h3>
<p dir="auto">&bdquo;Es sei f&uuml;r das ganze Land, f&uuml;r Handel und Gewerbe nirgend n&uuml;tzlicher eine Br&uuml;cke zu bauen als zu Linz&ldquo; hatte eine Linzer Abordnung Kaiser Maximilian I. (1459-1519) zur Begr&uuml;ndung ihres Ansuchens um Genehmigung zum Bau einer Br&uuml;cke wissen lassen. Der Kaiser stimmte dem zu und stellte am 1. M&auml;rz 1497 der Stadt Linz ein &bdquo;Br&uuml;ckenprivileg&ldquo; aus. Damit konnte diese die im heutigen &ouml;sterreichischen Donauraum erst dritte Br&uuml;cke &ndash; nach Wien und Krems &ndash; errichten.</p>
<h3 dir="auto">Kaum gebaut schon (fast) wieder weg</h3>
<p dir="auto">Die stand aber so nicht lange. Nur vier Jahre sp&auml;ter brach am 15. August 1501 der sogenannte &bdquo;Himmelfahrtsgie&szlig;&ldquo; &uuml;ber Mitteleuropa herein. Ein Jahrtausendhochwasser, das die Linzer Br&uuml;cke schwer in Mitleidenschaft zog und die gerade in Bau befindliche vierte Donaubr&uuml;cke bei Mauthausen zur G&auml;nze in die Fluten riss. Nach ihrer Wiederherstellung tat sie aber gute Dienste &ndash; und fettete die Linzer Stadtkasse auf. Mussten doch alle &Uuml;berquerenden&nbsp; einen &bdquo;Br&uuml;ckenpfennig&ldquo; berappen, von dem erst ab 1638 zumindest die Fu&szlig;g&auml;nger ausgenommen wurden.</p>
<h3 dir="auto">Ende eines d&ouml;rflichen Wirtschaftszweiges</h3>
<p dir="auto">Wem die Br&uuml;cke gar nicht gefiel, waren eben die Urfahraner. Ihre bis 1919 selbstst&auml;ndige Gemeinde hatte sich &uuml;ber die Jahrhunderte wirtschaftlich auf die Donau spezialisiert. Sie waren Fischer, Bootsbauer, Seiler oder Netzkn&uuml;pfer. Und besonders F&auml;hrleute. Wie untrennbar dieser Beruf mit dem Schifferdorf verbunden war, zeigt schon der Name Urfahr, der von &bdquo;&Uuml;berfuhr&ldquo; abstammt. Was nichts daran &auml;nderte, dass sie sich nun ein anderes Einkommen suchen mussten. Die Br&uuml;cke blieb, auch wenn sie immer wieder aufgrund der zahlreichen Besch&auml;digungen durch Hochwasser, Eis und Schiffe repariert und erneuert werden musste. Und sie blieb aus Holz &ndash; bis 1872.&nbsp;</p><div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 16px; line-height: 1.5; color: #333; background-color: #f8f9fa; padding: 15px; border-radius: 5px;">
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		<title>Ein Verein macht den Handel tanzbar</title>
		<link>https://alleslinz.at/geschichte/ein-verein-macht-den-handel-tanzbar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sam Langanke]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 11:24:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Linz-Geschichte(n)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>30. M&#228;rz 1896. Der Grundstein f&#252;r ein Haus wird gelegt, das die Landstra&#223;e pr&#228;gen wird. Als Ausdruck b&#252;rgerlichen Selbstbewusstseins gegen&#252;ber dem Adel, als Zentrum f&#252;r Wirtschaft und Unternehmergeist &#8211; und als Tanzsaal. &#8222;Jahre und Jahre seufzte die ganze Linzer Bev&#246;lkerung nach w&#252;rdigen S&#228;len, nach w&#252;rdigen Localit&#228;ten, wo sie sich versammeln konnte zu ernster Berathung und &#8230;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4 dir="auto">30. M&auml;rz 1896. Der Grundstein f&uuml;r ein Haus wird gelegt, das die Landstra&szlig;e pr&auml;gen wird. Als Ausdruck b&uuml;rgerlichen Selbstbewusstseins gegen&uuml;ber dem Adel, als Zentrum f&uuml;r Wirtschaft und Unternehmergeist &ndash; und als Tanzsaal.</h4>
<div class="x14z9mp xat24cr x1lziwak x1vvkbs xtlvy1s x126k92a">
<div dir="auto">&bdquo;Jahre und Jahre seufzte die ganze Linzer Bev&ouml;lkerung nach w&uuml;rdigen S&auml;len, nach w&uuml;rdigen Localit&auml;ten, wo sie sich versammeln konnte zu ernster Berathung und zu heiteren Festen. Das sociale und gesellschaftliche Leben in Linz litt geradezu unter dem Mangel solcher R&auml;umlichkeiten, und wir sind &uuml;berzeugt, dass dasselbe, wenn das <a href="https://www.palaislinz.at/kaufmaennischer-verein/">Vereinshaus</a> einmal fertig ist, einen neuen Aufschwung nehmen wird.&ldquo; Also schrieb die &bdquo;Tages-Post&ldquo;, die Vorg&auml;ngerzeitung der O&Ouml;N, im Dezember 1896.</div>
<h3 dir="auto">Dimmel und Nagel</h3>
<div dir="auto">Die Redoutens&auml;le gab es da zwar schon, jedoch waren sie eher eine B&uuml;hne f&uuml;r den Adel. Kein Wunder, dass das aufstrebende B&uuml;rgertum Ende des 19. Jahrhunderts ein eigenes Haus anstrebte, das sowohl praktischen wie repr&auml;sentativen Zwecken dienen sollte. Der &bdquo;Verein junger Kaufleute in Linz&ldquo; war 1867 von dem jungen Handelsangestellten Franz Dimmel und 10 seiner Berufskollegen gegr&uuml;ndet worden. Bezeichnend f&uuml;r Zeit und Stand sollte der erste Obmann jedoch nicht Dimmel sondern sein Chef, Peter von Nagel, werden.</div>
</div>
<h3 dir="auto">Pracht und Schlichtheit</h3>
<div class="x14z9mp xat24cr x1lziwak x1vvkbs xtlvy1s x126k92a">
<div dir="auto">Innerhalb kurzer Zeit wurde der Verein zu einer Linzer Institution, die gemieteten R&auml;umlichkeiten zu klein und die Sehnsucht nach einem eigenen Domizil gr&ouml;&szlig;er und gr&ouml;&szlig;er. Am 14. April 1892 fiel der Beschluss, ein solches zu bauen. Und dieses prachtvolle Jahrhundertwende-Palais an prominentem Ort an der heutigen Landstra&szlig;e 49, das der Linzer Volksmund heute noch schlicht nur als &bdquo;Vereinshaus&ldquo; bezeichnet, wurde ab 30. M&auml;rz 1896 errichtet.</div>
<h3 dir="auto">Aber meiner ist gr&ouml;&szlig;er</h3>
<div dir="auto">M&ouml;glich wurde dies vor allem durch den wichtigsten Partner und Geldgeber des Kaufm&auml;nnischen Vereins, der Sparkasse O&Ouml;, damals &bdquo;Allgemeine Sparcasse und Leihanstalt in Linz&ldquo;. Eine der Bedingungen f&uuml;r die gro&szlig;z&uuml;gige F&ouml;rderung des Geldinstituts war es, zwei elegante S&auml;le in das Bauwerk zu integrieren, wobei einer gr&ouml;&szlig;er als der Redoutensaal werden musste. Die feierliche Er&ouml;ffnung dieser S&auml;le fand am 20. November 1898 statt, nicht zuf&auml;llig zur Feier des 50. Thronjubil&auml;ums von Kaiser Franz Joseph I. Die Stadt bekam damit ein gesch&auml;ftliches und kulturelles Zentrum des B&uuml;rgertums. Und das ist es heute noch. Wer als Linzer:in noch nie auf einem Ball im Vereinshaus war &ndash; der muss generell nicht viel von Walzer tanzen halten.</div>
</div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 16px; line-height: 1.5; color: #333; background-color: #f8f9fa; padding: 15px; border-radius: 5px;">
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		<title>Warum gab es in Ebelsberg eine Kaserne?</title>
		<link>https://alleslinz.at/geschichte/warum-gab-es-in-ebelsberg-eine-kaserne/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sam Langanke]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2026 16:11:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Linz-Geschichte(n)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor kurzem wurden die ersten neuen 44 Wohnungen im &#8222;Sommerfeld&#8220; in Ebelsberg bezogen. Genau genommen das erste Haus der ehemaligen Hiller-Kaserne. 2016 wurde diese vom Bundesheer verkauft. Aber warum war sie eigentlich dort gewesen? &#8222;Dort wo sie stand, h&#228;tte sie eigentlich nie errichtet werden d&#252;rfen&#8220;. Das sagten Bundesheer-Offiziere, die selber einst in der Hiller-Kaserne dienten. &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4>Vor kurzem wurden die ersten neuen 44 Wohnungen im &bdquo;Sommerfeld&ldquo; in Ebelsberg bezogen. Genau genommen das erste Haus der ehemaligen Hiller-Kaserne. 2016 wurde diese vom Bundesheer verkauft. Aber warum war sie eigentlich dort gewesen?</h4>
<p>&bdquo;Dort wo sie stand, h&auml;tte sie eigentlich nie errichtet werden d&uuml;rfen&ldquo;. Das sagten Bundesheer-Offiziere, die selber einst in der Hiller-Kaserne dienten. Denn es gab in ihrer Umgebung nie geeignete Truppen&uuml;bungspl&auml;tze, schon gar nicht f&uuml;r Panzer. Solche waren hier aber stationiert und mussten f&uuml;rs Training ihrer Mannschaften jedes Mal viele Kilometer und Sprit fressen, um zum n&auml;chsten entsprechenden Gel&auml;nde in Treffling zu gelangen.</p>
<h3>Doch keine SS-Kaserne</h3>
<p>Generell war die Kaserne von Anfang an voller Widerspr&uuml;che. Begonnen beim Bau um 1940. Konzipiert worden war das Areal von den Nazis als 6000-Mann-Gro&szlig;kaserne f&uuml;r die SS &ndash; mit &uuml;ber 30 Geb&auml;uden, die sich bis zur Traun erstrecken sollten. Errichtet wurden jedoch wesentlich weniger und die vorgesehenen Nutzer der SS-Standarte &bdquo;Ostmark&ldquo; waren noch vor ihrer Fertigstellung an die Front geschickt worden. Danach mutierte die Kaserne zum provisorischen Lager f&uuml;r alle m&ouml;glichen Zwecke und Gruppen &ndash; Kriegsgefangene, Volksdeutsche, Fl&uuml;chtlinge.</p>
<h3>Sammellager und B-Gendarmerie</h3>
<p>Diese &bdquo;Tradition&ldquo; griff die US-Army nach dem Krieg auf und machte die Ebelsberger Kaserne zum Sammellager f&uuml;r &bdquo;Displaced Persons&ldquo; (DP). Ein Teil wurde f&uuml;r befreite j&uuml;dische KZ-H&auml;ftlinge eingerichtet und firmierte bis 1951 unter den Namen &bdquo;Star of David&ldquo;, bzw. &bdquo;Camp Rosen David&ldquo;. 1955 war &Ouml;sterreich wieder frei und bekam ein eigenes Bundesheer, wobei dieses zu Beginn &bdquo;B-Gendamerie&ldquo; hie&szlig;. Folgerichtet war auch die O&Ouml; Gendamerieschule in den 1950ern in der Kaserne untergebracht. Seit 1968 befand sich dort das Kommando der 4. Panzergrenadierbrigade. Ruhe kehrte dann aber auch nicht ein.</p>
<h3>12 Truppen-Umgruppierungen</h3>
<p>Zwischen 1955 und 2010 gab es ganze 12 (!) Truppen-Umgruppierungen. Nachweinen tut das Bundesheer seinem ehemaligen Standort daher nicht wirklich. 2016 verkaufte der Bund das Gel&auml;nde vor allem aus Kostengr&uuml;nden, seitdem wartete es auf eine Zukunft als neues Wohnviertel, wobei dessen 11 Hauptgeb&auml;ude unter Denkmalschutz stehen.</p>
<h3>Eine erfolgreicher Feldherr?</h3>
<p>Eine widerspr&uuml;chliche Merkw&uuml;rdigkeit steht &uuml;brigens auch auf dem Gedenkstein f&uuml;r den Namensgeber der Kaserne, Johann Freiherr von Hiller (1748 oder 1754-1819). Darauf ist von einem &bdquo;erfolgreichen Treffen bei Ebelsberg&ldquo; die Rede. Der General war zwar tats&auml;chlich Teil des Kommandos der Habsburger-Armee in der Schlacht vom 3. Mai 1809 gegen Kaiser Napoleon Bonaparte gewesen, aber erfolgreich verlief diese ganz und gar nicht. Im Gegenteil war ab hier der Weg nach Wien f&uuml;r die franz&ouml;sischen Truppen frei &ndash; nachdem tausende Soldaten niedergemetzelt und Ebelsberg fast zur G&auml;nze niedergebrannt worden war. Ob vom milit&auml;rischen Erbe viel erhalten werden wird, wird man sehen. Von Freiherr von Hiller wird wohl nur die auch nach ihm benannte angrenzende Stra&szlig;e bleiben.</p>
<p>.</p><div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 16px; line-height: 1.5; color: #333; background-color: #f8f9fa; padding: 15px; border-radius: 5px;">
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		<title>Johann Konrad Vogel macht Torten und Luther populär</title>
		<link>https://alleslinz.at/geschichte/johann-konrad-vogel-macht-torten-und-luther-populaer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sam Langanke]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 14:01:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Linz-Geschichte(n)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>26. Mai 1944. Keine zwei Wochen vor dem D-Day wird in Linz noch heile Welt gespielt. An diesem Tag mit der Urauff&#252;hrung der Operette &#8222;Linzer Torte&#8220; im Landestheater. Die Hauptfigur ist ein gewisser Johann Konrad Vogel. Und warum wird der Zuckerb&#228;cker besungen? Weil er der Erfinder der Linzer Torte ist! Daf&#252;r wurde er jedenfalls lange &#8230;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4 dir="auto">26. Mai 1944. Keine zwei Wochen vor dem D-Day wird in Linz noch heile Welt gespielt. An diesem Tag mit der Urauff&uuml;hrung der Operette &bdquo;Linzer Torte&ldquo; im Landestheater. Die Hauptfigur ist ein gewisser Johann Konrad Vogel.</h4>
<div dir="auto">Und warum wird der Zuckerb&auml;cker besungen? Weil er der Erfinder der Linzer Torte ist! Daf&uuml;r wurde er jedenfalls lange gehalten. Nur stimmt das halt nicht. Das &auml;lteste uns heute bekannte Rezept f&uuml;r Linzer Torte stammt aus dem Jahr 1653, womit es eines der &auml;ltesten der Welt ist. Und fast 150 Jahre bevor Johann Konrad Vogel (1796-1883) geboren wurde. Allerdings geb&uuml;hrt dem &bdquo;Jindrak des 19. Jahrhunderts&ldquo; der Ruhm, die Torte durch Massenproduktion und Postversand zum Linzer Souvenir und weltber&uuml;hmt gemacht zu haben.</div>
<h3 dir="auto">Ein feste Burg ist unser Gott</h3>
<div dir="auto">Dass die Stra&szlig;e bei der Martin-Luther-Kirche nach Vogel benannt ist, hat er jedoch nicht der Linzer Torte zu verdanken. Sondern vielmehr Gott. War er doch neben seinem Beruf auch der Vorsteher der evangelischen Kirchengemeinde und ma&szlig;geblich f&uuml;r den Bau der Kirche verantwortlich. Dar&uuml;ber hinaus machte er sich um die Armenpflege verdient und wurde daf&uuml;r sogar zum Linzer Ehrenb&uuml;rger ernannt.</div>
<h3 dir="auto">Der 30-j&auml;hrige Krieg ist 130 Jahre her, aber &hellip;</h3>
<div dir="auto">Auff&auml;llig an der Martin-Luther-Kirche ist prim&auml;r ihre von der Landstra&szlig;e versetzte Lage. Damit kommt sie von allen an ihr gelegenen Gottesh&auml;usern optisch am besten zur Geltung. Ein Paradoxon. Denn das war von der katholischen Obrigkeit des 18. Jahrhunderts eigentlich als ver&auml;chtliche Diskriminierung gedacht. So aufgekl&auml;rt Kaiser Joseph II. (1741-1790) auch war, sein sogenanntes &bdquo;Toleranzpatent&ldquo; von 1781 war so ziemlich das Gegenteil von Toleranz. Zwar wurde damit den Gl&auml;ubigen protestantischer Konfession 133 Jahre nach dem 30-j&auml;hrigen Krieg die Aus&uuml;bung ihrer Religion (wieder) offiziell erlaubt. Sogenannte &bdquo;akatholische&ldquo; Kirchen wollte der Habsburger Herrscher aber dann doch nicht in der Gegend herumstehen haben.</div>
<h3>Eine Kirche, die nicht wie eine aussehen darf</h3>
<p>Zumindest sollte man diese nicht auf den ersten Blick als solche erkennen. So durften sie keine Rundfenster haben, keinen Turm und mussten eben mindestens 50 Meter von einer Hauptstra&szlig;e entfernt stehen &ndash; mit einem von ihr abgewandten Eingang! Dar&uuml;ber hinaus durften sie sich auch nicht Kirchen, sondern nur Beth&auml;user nennen. Eine Aufhebung dieser Diskriminierungen erfolgte erst nach der B&uuml;rgerlichen Revolution von 1848, die trotz ihrer Niederschlagung doch ein paar Liberalisierungen mit sich brachte.</p>
<h3>Der Turm kommt dann 20 Jahre sp&auml;ter</h3>
<p>Weil der Grundstein der Linzer Kirche aber schon 1842 gelegt worden war, kamen bei ihrem Bau die Bestimmungen des Toleranzpatents noch voll zum Tragen, inklusive Versetzung nach hinten und Turmverbot. Das goldene Kreuz konnte erst 1862 an der Spitze des nachtr&auml;glich doch noch errichteten Turms angebracht werden. 1910, 1949 und 1997 wurde die Kirche renoviert. Erst bei der zweiten Sanierung erhielt sie ihren heutigen Namen: Martin-Luther-Kirche.</p>
<h3>Ein neues Gesicht f&uuml;r Stra&szlig;e und Platz</h3>
<div dir="auto">Die direkt an der Kirche gelegene Johann-Konrad-Vogel Stra&szlig;e erhielt 1876 ihren Namen, damit 10 Jahre nach endg&uuml;ltiger Fertigstellung des Bauwerks und sogar noch zu Lebzeiten des Konditors und Ehrenb&uuml;rgers. Genau jetzt ist sie wieder im Fokus, wird sie doch mit dem angrenzenden Martin-Luther-Platz ab 7. April 2026 mit B&auml;umen, Beeten und teilweiser Entsiegelung v&ouml;llig neu gestaltet. Die Komplettierung dieses Unterfangens ist f&uuml;r Oktober diesen Jahres geplant.</div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 16px; line-height: 1.5; color: #333; background-color: #f8f9fa; padding: 15px; border-radius: 5px;">
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		<item>
		<title>Warum ist die Donau in Linz eingedämmt?</title>
		<link>https://alleslinz.at/geschichte/warum-ist-die-donau-in-linz-eingedaemmt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sam Langanke]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Mar 2026 08:42:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Linz-Geschichte(n)]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://alleslinz.at/?p=9519</guid>

					<description><![CDATA[<p>D&#228;mme und unbebaute &#220;berschwemmungszonen an beiden Ufern geh&#246;ren wie selbstverst&#228;ndlich zum Erscheinungsbild der Donau in Linz. Dabei tun sie das erst seit Mitte der 1950er Jahre. Der Grund f&#252;r ihren Bau ist eine Naturkatastrophe. Es war die gr&#246;&#223;te und verheerendste &#220;berschwemmung des 20. Jahrhunderts. Nicht nur der Donau. Von 27. Juni bis 11. Juli 1954 &#8230;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>D&auml;mme und unbebaute &Uuml;berschwemmungszonen an beiden Ufern geh&ouml;ren wie selbstverst&auml;ndlich zum Erscheinungsbild der Donau in Linz. Dabei tun sie das erst seit Mitte der 1950er Jahre. Der Grund f&uuml;r ihren Bau ist eine Naturkatastrophe.</h4>
<p>Es war die gr&ouml;&szlig;te und verheerendste &Uuml;berschwemmung des 20. Jahrhunderts. Nicht nur der Donau. Von 27. Juni bis 11. Juli 1954 &ndash; mit extremen Starkregen am 7. und 8. Juli &ndash; hatte es im bayerischen und ober&ouml;sterreichischen Alpenvorland nahezu unaufh&ouml;rlich geregnet, was die Nebenfl&uuml;sse der Donau wie den Inn enorm anschwellen lie&szlig; und damit das Gerinne der Donau total &uuml;berlastete. Im Eferdinger Becken wurde eine Fl&auml;che, die der dreifachen Gr&ouml;&szlig;e des Traunsees entsprach, &uuml;berflutet. Im Stadtgebiet von Linz standen mehr als 2000 Hektar unter Wasser &ndash; das entspricht in etwa einem F&uuml;nftel des heutigen Stadtgebietes. 5500 Menschen mussten evakuiert werden.</p>
<h3>Jahrhunderthochwasser mit Nachwirkungen</h3>
<p>Als die Pegel mit dem H&ouml;chststand von 9,62 Meter wieder sanken, war die Konsequenz klar, umfassend und langfristig: Linz musste von der Donau wegr&uuml;cken. Wobei das nicht einmal gro&szlig; von der Stadt entschieden wurde. Die nach 1954 von der Republik &Ouml;sterreich errichteten &Uuml;berschwemmungszonen und Hochwasserd&auml;mme unterliegen in weiten Teilen auch heute noch dem Eigentum und der Kontrolle des Bundes, konkret der &bdquo;viadonau&ldquo;, der &Ouml;sterreichischen Wasserstra&szlig;en-Gesellschaft, die ein Unternehmen des Verkehrsministerium ist.</p>
<h3>Linz (nicht mehr) an der Donau</h3>
<p>Viele H&auml;user entlang der Donau mussten abgerissen werden, womit mitten in der Stadt gro&szlig;e, leer Fl&auml;chen zur&uuml;ckblieben. Aufgrund des einhergehenden Bauverbots wusste man lange nicht, was man damit anfangen sollte. Unterhalb der D&auml;mme darf auch heute nichts von Bestand entstehen. Aber auch oberhalb tastete man sich erst wieder in den 1970er Jahren mit dem Brucknerhaus und dem tourotel, dem jetzigen Arcotel Nike, mit Neubauten an den Fluss heran.</p>
<h3>Hoch die H&auml;nde, Donaul&auml;nde</h3>
<p>Ohne es geplant oder gewollt zu haben, wurde jedoch auch etwas geschaffen, dass sich heute gr&ouml;&szlig;ter Beliebtheit erfreut: der Donaupark. Als Partyzone, Kulturmeile, Gastro-Hotspot, Sportarena, Entspannungsareal und Klangwolken-B&uuml;hne hat sich &bdquo;die L&auml;nd&rsquo;n&ldquo; nicht nur zum Linzer Park Nummer 1 gemausert, er ist &ndash; vor allem in der warmen Jahreszeit &ndash; geradezu zum Ausdruck des Lebensgef&uuml;hls der Stadt geworden. Und das ist das Beste, was man von einem Hochwasser erwarten kann.</p>
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		<title>In diesem Klosterhof wird getrunken statt gebetet</title>
		<link>https://alleslinz.at/geschichte/in-diesem-klosterhof-wird-getrunken-statt-gebetet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sam Langanke]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2026 12:41:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Linz-Geschichte(n)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>1930. Der Fr&#252;hling kommt und damit die Freiluftsaison. Ab Beginn der 1930er Jahre ist Linz nicht nur um einen Gastgarten reicher. Er soll deren ungekr&#246;nter K&#246;nig werden: der Biergarten des &#8222;Stieglbr&#228;u zum Klosterhof&#8220; an der Landstra&#223;e 30. Im Volksmund auch kurz &#8222;Klohof&#8220; genannt, wird das Gasthaus gerne als &#8222;Linzer Institution&#8220; bezeichnet. Dabei gibt es gleich &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4>1930. Der Fr&uuml;hling kommt und damit die Freiluftsaison. Ab Beginn der 1930er Jahre ist Linz nicht nur um einen Gastgarten reicher. Er soll deren ungekr&ouml;nter K&ouml;nig werden: der Biergarten des &bdquo;Stieglbr&auml;u zum Klosterhof&ldquo; an der Landstra&szlig;e 30.</h4>
<p>Im Volksmund auch kurz &bdquo;Klohof&ldquo; genannt, wird das Gasthaus gerne als &bdquo;Linzer Institution&ldquo; bezeichnet. Dabei gibt es gleich drei Gr&uuml;nde, warum das eigentlich nicht wirklich zutrifft: 1. Stiegl ist eine Salzburger Brauerei 2. Einen Gastronomiebetrieb beherbergt das Geb&auml;ude eben erst seit 1930. 3. Es hat nie Linzern geh&ouml;rt und steht seit &uuml;ber 230 Jahren im Besitz des Stiftes Kremsm&uuml;nster.</p>
<h3>Seit Jahrhunderten im Besitz von M&ouml;nchen</h3>
<p>Sogar nahezu von Beginn an geh&ouml;rte der Klosterhof einem M&ouml;nchsorden. Damit bleiben beim Namen keine Fragen offen. 1595 erstmals urkundlich erw&auml;hnt, residierten hier ab 1626 die W&uuml;rdentr&auml;ger des Zisterzienser-Stiftes Baumgartenberg bei Perg, wenn diese in der Landeshauptstadt weilten. Nachdem Kaiser Joseph II. dieses Kloster im Jahr 1784 aufgehoben hatte, ging es an die Benediktiner des Stiftes Kremsm&uuml;nster. Der Grund daf&uuml;r war ein simples Tauschgesch&auml;ft. Die geistlichen Herren gaben ihr Haus an der Herrenstra&szlig;e 17 her, das fortan als Bischofssitz der damals neu geschaffenen Di&ouml;zese Linz diente und erhielten daf&uuml;r eben das Haus Landstra&szlig;e 30. Beides ist noch heute so, die r&ouml;misch-katholische Kirche denkt und handelt eben in Jahrhunderten.</p>
<h3>Vom Beten &uuml;ber die Bildung zum Bier</h3>
<p>Was &uuml;ber 90 Jahre anders war, ist der Verwendungszweck. Der lag n&auml;mlich vor 1930 auf Seiten der Bildung. Bis 1883 hatten die Benediktiner hier ein &bdquo;Museum Physicum&ldquo; untergebracht, dann suchten bis 1928 Wissbegierige in diesen R&auml;umen die Linzer Studienbibliothek auf. Als ein Jahr sp&auml;ter die Stieglbrauerei den Klosterhof pachtete, gab sie demselben M&uuml;nchner Architekten den Auftrag, diesen zu einem Gasthaus umzugestalten, der bereits dem Salzburger Stiegl-Keller sein heutiges Aussehen verliehen hatte. Womit sich der Kreis schlie&szlig;t. Denn nach mehreren Subp&auml;chter-Wechseln &ndash; darunter in der 1970er Jahren auch der &bdquo;Hendl-K&ouml;nig&ldquo; Friedrich Jahn, der das Lokal nur unter der Auflage bekam, keinen &bdquo;Wienerwald&ldquo; daraus zu machen &ndash; f&uuml;hrt den Klosterhof heute die Familie Gassner. Und diese betreibt unter anderen Gastronomiebetrieben auch den Stiegl-Keller.<br>
</p><div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 16px; line-height: 1.5; color: #333; background-color: #f8f9fa; padding: 15px; border-radius: 5px;">
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		<title>Warum gibt es die Florianerbahn nicht mehr?</title>
		<link>https://alleslinz.at/geschichte/warum-gibt-es-die-florianerbahn-nicht-mehr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sam Langanke]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2026 15:04:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Linz-Geschichte(n)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>61 Jahre lang verband die Lokalbahn Ebelsberg-St. Florian &#8211; oder Florianerbahn &#8211; den Linzer S&#252;den mit der Marktgemeinde im Bezirk Linz-Land. Schon vor mehr als einem halben Jahrhundert, genau am 1. J&#228;nner 1974, absolvierte sie ihre letzte Fahrt. Ihre erste Fahrt hatte die Florianerbahn am 1. September 1913 angetreten. Allerdings nicht so wie geplant. Denn &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4>61 Jahre lang verband die Lokalbahn Ebelsberg-St. Florian &ndash; oder Florianerbahn &ndash; den Linzer S&uuml;den mit der Marktgemeinde im Bezirk Linz-Land. Schon vor mehr als einem halben Jahrhundert, genau am 1. J&auml;nner 1974, absolvierte sie ihre letzte Fahrt.</h4>
<p>Ihre erste Fahrt hatte die Florianerbahn am 1. September 1913 angetreten. Allerdings nicht so wie geplant. Denn die als Privatunternehmen unter der Betriebsf&uuml;hrung von Stern &amp; Hafferl konzipierte Lokalbahn h&auml;tte eigentlich Ebelsberg, das damals noch eine eigenst&auml;ndige Gemeinde war, mit Steyr verbinden sollen. Eine Idee, die um ihren Umsatz f&uuml;rchtende Kaufleute aus Steyr im Keim erstickten und damit der Florianerbahn bereits vor ihrer Geburt eine schwere Hypothek mitgaben. Sp&auml;testens mit Ausbruch des 1. Weltkriegs waren die Steyr-Pl&auml;ne endg&uuml;ltig tot.</p>
<h3>Vamos a la playa</h3>
<p>Durch den von Anfang an elektrischen Betrieb und der gleichen Spurweite wie die Linzer Stra&szlig;enbahn war zumindest der Anschluss an ebendiese im Jahr 1929 m&ouml;glich. Allerdings nicht ohne Umsteigen, die Florianerbahn-Fahrzeuge waren zu breit f&uuml;r den Verkehr in Linz. Waren die Fahrgastzahlen bis nach dem Zweiten Weltkrieg immer sehr schwankend gewesen, gingen sie durch die zunehmende Motorisierung in den 1950er und 60er Jahren und den Bau der Westautobahn endg&uuml;ltig stark zur&uuml;ck. Nur die Einf&uuml;hrung von &bdquo;Badez&uuml;gen&ldquo;, f&uuml;r die 1949 extra die neue Haltestelle &bdquo;Pichling-See&ldquo; eingerichtet wurde, hielt diesen Trend noch etwas auf.</p>
<h3>Es f&auml;hrt ein Zug nach Nirgendwo</h3>
<p>1973 scheute die ESG ihren Kostenanteil f&uuml;r eine dringende Erneuerung der Traunbr&uuml;cke und verk&uuml;rzte ihre Linie E, die heutige Linie 2. Die Florianerbahn verlor damit ihren Bim-Anschluss und ihre einzige Fahrgastquelle aus Linz. Die Defizite der Bahn, die nach wie vor privat war, stiegen ins Unstemmbare. Das Aus am 1. J&auml;nner 1974 war damit unausweichlich.</p>
<h3>Das gabs nur einmal, das kommt nie wieder</h3>
<p>Wird der im Volksmund so genannte &bdquo;Dschungelexpress&ldquo; jemals Wiederauferstehung feiern? Das ist mehr als unwahrscheinlich. Die Gemeinde St. Florian hat nicht nur kein Interesse, sie hat auf Druck der anrainenden grundbesitzenden Landwirte auch den seit 1988 von einem Verein durchgef&uuml;hrten Museumsbetrieb der Bahn 2003 abgedreht. Die Stadt Linz wiederum gestaltete ab 2023 die ehemalige Trasse auf ihrem Gebiet in einen Radweg um.</p>
<h3>It&rsquo;s the final countdown</h3>
<p>Das f&uuml;r &uuml;berregionalen &ouml;ffentlichen Verkehr zust&auml;ndige Land Ober&ouml;sterreich schlie&szlig;lich hat seinen Fokus hinsichtlich Bahnen in diesem Bereich auf die S-Bahnlinie 1, die auf der Westbahn verkehrt, konzentriert. Das ist kein Wunder. Der Gro&szlig;teil der Pendler hier kommt nicht aus St. Florian, sondern aus den wachsenden Ballungszonen entlang der B1, also aus Asten, Enns und dem N&Ouml;-Bezirk Amstetten. Um die Frequenz der S1 erh&ouml;hen zu k&ouml;nnen, muss jedoch zuerst die Westbahn zwischen Hauptbahnhof und Kleinm&uuml;nchen viergleisig ausgebaut werden. Ein Projekt, das die &Ouml;BB seit Jahrzehnten verschiebt, aber dessen Baustart nun immerhin final festgelegt hat: Auf dieses Jahr.<br>
</p><div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 16px; line-height: 1.5; color: #333; background-color: #f8f9fa; padding: 15px; border-radius: 5px;">
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		<title>Der Ort der Auslöschung wird ausgelöscht</title>
		<link>https://alleslinz.at/geschichte/der-ort-der-ausloeschung-wird-ausgeloescht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sam Langanke]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Mar 2026 16:01:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Linz-Geschichte(n)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>13. M&#228;rz 1938. Es ist der schw&#228;rzeste Tag. Der Tag, an dem Adolf Hitler &#214;sterreich ausl&#246;scht und dem Reich einverleibt. Ort des Verbrechens ist das erste Haus am Platz in Linz &#8211; das Hotel Weinzinger. 24 Jahre sp&#228;ter wird es selbst Geschichte sein. Doch bevor wir uns dem schicksalhaften Ende des Hauses widmen, m&#252;ssen wir &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="html-div xdj266r x14z9mp xat24cr x1lziwak xexx8yu xyri2b x18d9i69 x1c1uobl">
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<h4 dir="auto">13. M&auml;rz 1938. Es ist der schw&auml;rzeste Tag. Der Tag, an dem Adolf Hitler &Ouml;sterreich ausl&ouml;scht und dem Reich einverleibt. Ort des Verbrechens ist das erste Haus am Platz in Linz &ndash; das Hotel Weinzinger. 24 Jahre sp&auml;ter wird es selbst Geschichte sein.</h4>
<div dir="auto">Doch bevor wir uns dem schicksalhaften Ende des Hauses widmen, m&uuml;ssen wir seinen vielversprechenden Anfang beleuchten. 1840 erwarb der Fischh&auml;ndler und Gastwirt Bartholom&auml;us Kogler ein Grundst&uuml;ck an der Donaul&auml;nde, um darauf einen Gasthof zu errichten. Die N&auml;he zur Schiffsanlegestelle und zur damals einzigen Linzer Donaubr&uuml;cke schien ihm ein erstklassiger Platz sein, um ein ebensolches Haus f&uuml;hren zu k&ouml;nnen. Und er sollte Recht behalten. 1842 er&ouml;ffnete sein dreist&ouml;ckiger Bau im Stil des Sp&auml;t-Biedermeier und ein Jahr darauf wurde sein Ansuchen an Erzherzog Karl, das Gasthaus nach diesem benennen zu d&uuml;rfen, allergn&auml;digst gestattet.</div>
<h3 dir="auto">Erste &Auml;ra: Das Erzherzog Karl</h3>
<div dir="auto">Erzherzog Karl von &Ouml;sterreich-Teschen war der j&uuml;ngere Bruder von Kaiser Franz I. und litt wie so viele Habsburger an den Folgen derer inzestu&ouml;sen Heiratspolitik. Die Beeintr&auml;chtigung, mit der er geschlagen war, war die Epilepsie, was ihn aber nicht davon abhielt, die milit&auml;rische Laufbahn einzuschlagen und als kaiserlicher Feldherr seinem gro&szlig;en Gegenspieler Napoleon Bonaparte die erste Niederlage in einer Feldschlacht &ndash; n&auml;mlich die bei Aspern 1809 &ndash; zuzuf&uuml;gen. Den Krieg gegen die Franzosen als Ganzes verlor er allerdings. Ein &ouml;sterreichisches Schicksal. Ebenso &ouml;sterreichisch ist es, dass Erzherzog Karl auch gelegentlich im Linzer Haus, der nach ihm hie&szlig;, residierte. Ob er daf&uuml;r auch nichts bezahlen musste, ist jedoch nicht &uuml;berliefert.</div>
<h3 dir="auto">Aufstieg zum Luxushotel: Das Weinzinger</h3>
<div dir="auto">Nach dem Tod des Gr&uuml;nders Bartholom&auml;us Kogler 1877, einigen Besitzerwechseln und der Aufwertung des Gasthofs zum Hotel erwarben 1902 der Wiener Holzindustrielle Josef Weinzinger und sein Schwager, der Gmundner Kasinorestaurateur Viktor Toth das Erzherzog Karl. Dieses war bereits l&auml;ngst das erste Haus am Platz geworden und darauf wollten die neuen Eigner auch setzen &ndash; mit einem Neubau. 1914 er&ouml;ffnete das neue, f&uuml;nfst&ouml;ckige Hotel Weinzinger mit allen damaligen Schikanen eines Luxushotels erster Klasse. Inklusive Aufzug. In den 1920er Jahren wurde f&uuml;r den damaligen Zeitgeist sogar eine &bdquo;American Bar&ldquo; angebaut. Klar, dass hier nur abstieg, wer Rang und Namen hatte. Darum auch in den 1930er Jahren der deutsche Reichskanzler bei Besuchen in seiner Jugend- und sp&auml;teren Patenstadt.</div>
<h3 dir="auto">Schweres Schicksal: Das Anschluss-Hotel</h3>
<div dir="auto">Und so sollte am 13, M&auml;rz 1938 die vom &bdquo;F&uuml;hrer&ldquo; bewohnte Suite im Weinzinger der Ort werden, in der die Republik &Ouml;sterreich ihr zwischenzeitliches Ende fand. Hitler war bei seiner Fahrt am Vortag von der Grenze bei Braunau nach Linz von gro&szlig;en Teilen der Bev&ouml;lkerung frenetisch empfangen worden. Insbesonders der Jubel bei seiner am Linzer Rathausbalkon improvisierten Rede am Abend, brachten ihn zu dem Entschluss, anstelle des eigentlich geplanten langsamen &Uuml;bergangs den &bdquo;Anschluss&ldquo; sofort zu vollziehen. Eiligst wurde das &bdquo;Gesetz &uuml;ber die Wiedervereinigung &Ouml;sterreichs mit dem Deutschen Reich&ldquo; formuliert und von Hitler und seinem &ouml;sterreichischen Nazi-Vasallen Arthur Seyss-Inquart, der f&uuml;r 2 Tage &ouml;sterreichischer NSDAP-Bundeskanzler war, noch am selben Tag im Hotel Weinzinger unterzeichnet. Der von Hitler zwei Tage sp&auml;ter bei seiner ber&uuml;chtigten Heldenplatz-Rede in Wien verk&uuml;ndete &bdquo;Eintritt meiner Heimat in das Deutsche Reich&ldquo; war nur mehr Show.</div>
<h3 dir="auto">Unr&uuml;hmliches Ende: Enteignung und Abriss</h3>
<div dir="auto">Als &bdquo;Dank&ldquo; enteigneten die Nazis bald darauf die Besitzerfamilie. Nicht etwa weil die Weinzingers Juden waren. Nein, das Haus stand lediglich den Tr&auml;umen des &bdquo;F&uuml;hrers&ldquo; von Linz als &bdquo;Weltkulturhauptstadt&ldquo; im Wege. Das Weinzinger war f&uuml;r das geplante &bdquo;F&uuml;hrerhotel&ldquo; einfach zu mickrig. Nur ein F&uuml;nftel des Wertes erhielt die Familie Weinzinger bezahlt und nach dem Krieg wurde es auch nicht besser f&uuml;r sie. Die Enteignung war n&auml;mlich nicht zugunsten des Deutschen Reiches sondern der Stadt Linz erfolgt. Nicht zu ihrem Ruhm beharrte diese nun auf der Legitimit&auml;t der Enteignung, weshalb die Familie Weinzinger ihr Hotel erst nach einem langen Prozess bis hin zum Obersten Gerichtshof zur&uuml;ckbekam. Dieser Prozess, die von 1945 bis 1955 aufgezwungene Rolle als Linzer Hauptquartier der US Armee und das verheerende Hochwasser von 1954 verhinderten zusammen, dass das Weinzinger nach dem Krieg wieder am alten Glanz ankn&uuml;pfen konnte.</div>
<div dir="auto"></div>
<div dir="auto">Das Ende war noch glanzloser &ndash; und endg&uuml;ltig. 1962 wurde das Hotelgeb&auml;ude abgerissen und an dessen Stelle die zehnst&ouml;ckige O&Ouml; Zentrale der Generali-Versicherung errichtet. Es war eines der ersten B&uuml;ro-Hochh&auml;user in Linz. Und steht damit heute unter Denkmalschutz.</div>
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		<title>Warum hat es in Linz gestunken?</title>
		<link>https://alleslinz.at/geschichte/warum-hat-es-in-linz-gestunken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sam Langanke]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2026 21:16:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Linz-Geschichte(n)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;In Linz, da stinkt&#8217;s!&#8220; Diese Abwandlung des alten Spruchs &#8222;In Linz beginnt&#8217;s!&#8220; und das damit erzeugte entsprechende Image verfolgen unsere Stadt bis heute. Auch wenn das l&#228;ngst nicht mehr stimmt. Interessanterweise pflegen gerade Bewohnerinnen und Bewohner der Bundeshauptstadt dieses Vorurteil noch immer besonders h&#228;ufig. Wobei es nat&#252;rlich auch wieder ein Vorurteil ist, wenn man sagt, &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4>&bdquo;In Linz, da stinkt&rsquo;s!&ldquo; Diese Abwandlung des alten Spruchs &bdquo;In Linz beginnt&rsquo;s!&ldquo; und das damit erzeugte entsprechende Image verfolgen unsere Stadt bis heute. Auch wenn das l&auml;ngst nicht mehr stimmt.</h4>
<p>Interessanterweise pflegen gerade Bewohnerinnen und Bewohner der Bundeshauptstadt dieses Vorurteil noch immer besonders h&auml;ufig. Wobei es nat&uuml;rlich auch wieder ein Vorurteil ist, wenn man sagt, dass Wiener prinzipiell keine Ahnung von &Ouml;sterreich au&szlig;erhalb Wiens haben (wollen).</p>
<h3>Es lebe die Chemie</h3>
<p>Zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist dieser Ruf jedenfalls eindeutig auf &bdquo;die Chemie&ldquo;, wie Linzer*innen die chemischen Betriebe zwischen voestalpine und Tankhafen kurz bezeichnen. Was auch damit zu tun hat, dass der heutige Chemie-Park noch in den 1980er Jahren eine einzige gro&szlig;e Firma war: die &bdquo;Chemie Linz AG&ldquo;. Diese war ab 1973 das Nachfolgeunternehmen der 1946 verstaatlichten &bdquo;&Ouml;sterreichische Stickstoffwerke AG&ldquo;, welche wiederum 1939 als &bdquo;Stickstoffwerke Ostmark AG&ldquo; gegr&uuml;ndet wurden. Gr&uuml;ndungsjahr und Name machen klar, wer f&uuml;r die Etablierung der chemischen Industrie in Linz verantwortlich war: Die Nazis.</p>
<h3>Tochter von IG Farben</h3>
<p>Im Gegensatz zu den benachbarten &bdquo;Reichswerken Hermann G&ouml;ring&ldquo;, deren Kokereigas f&uuml;r die Wasserstoffgewinnung in den Stickstoffwerken ben&ouml;tigt wurde, war deren Mutterkonzern die ber&uuml;chtigte &bdquo;Interessengemeinschaft Farben AG&ldquo;, kurz &bdquo;IG Farben&ldquo;, mit Hauptsitz in Frankfurt am Main. 1925 aus dem Zusammenschluss von acht f&uuml;hrenden deutschen Chemie-Unternehmen &ndash; darunter Agfa, BASF, Bayer und Hoechst &ndash; hervorgegangen, war die IG Farben auf ihrem H&ouml;hepunkt das gr&ouml;&szlig;te Unternehmen in Europa. Und das gr&ouml;&szlig;te Chemie- und Pharmaunternehmen der Welt! Nach Kriegsende beschlagnahmte der Alliierte Kontrollrat ihr Verm&ouml;gen, ordnete ihre Aufl&ouml;sung an und entflocht sie ab 1952 in elf eigenst&auml;ndige Unternehmen. Das Abwicklungsverfahren dauerte rund 60 (!) Jahre, erst 2003 wurde die IG Farben im Handelsregister gel&ouml;scht. Diese Zerschlagung geschah nicht ohne Grund. Im sogenannten IG Farben Prozess von 1947 mussten sich 23 leitende Angestellte des Unternehmens f&uuml;r ihre Beteiligung an den Verbrechen der Nazis verantworten, zw&ouml;lf von ihnen wurden verurteilt.</p>
<h3>Zwangsarbeit auch in Linz</h3>
<p>Dabei spielte weniger eine Rolle, was die IG Farben hergestellt hatte &ndash; wie etwa &uuml;ber eine Firmenbeteiligung auch das in den Vernichtungslagern eingesetzte Zyklon B &ndash; sondern durch wen. Zwangsarbeit durch hunderttausende sogenannte Fremdarbeiter und KZ-H&auml;ftlinge war bei der IG Farben nicht die Ausnahme gewesen sondern die Regel. Auch in Linz. Zwei Au&szlig;enlager des KZ Mauthausen &ndash; &bdquo;Linz I&ldquo; und &bdquo;Linz III&ldquo; &ndash; wurden ganz zielgerichtet in der N&auml;he des Industriegel&auml;ndes errichtet. Waren die Stickstoffwerke urspr&uuml;nglich gebaut worden, um haupts&auml;chlich chemische D&uuml;ngemittel herzustellen, ging man bei fortlaufenden Kriegsverlauf immer mehr zur Erzeugung von Sprengstoffen &uuml;ber.</p>
<h3>Linzer Luft mit ihrem besonderen Duft</h3>
<p>Nach dem Krieg wurden die Produkte zwar wieder ziviler, deren Herstellung jedoch nicht weniger gef&auml;hrlich, umweltsch&auml;dlich &ndash; und eben geruchsintensiv. Linzer*innen, die diese Zeit erlebt haben, vermissen den typischen Linzer &bdquo;Duft&ldquo; von damals nicht wirklich. Auch wenn einem bei der R&uuml;ckkehr aus dem Urlaub die Chemie Linz &ndash; auch unter &bdquo;Mithilfe&ldquo; der Papierfabrik Nettingsdorf &ndash; schon von weitem durch die Nase wieder daheim &bdquo;begr&uuml;&szlig;te&ldquo;.</p>
<p>Durch die undefinierbaren Abgase der Chemie, die in unz&auml;hligen Farbt&ouml;nen schillerten, war tats&auml;chlich nur eine Sache sch&ouml;ner als heute: die Sonnenunterg&auml;nge.<br>
</p><div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 16px; line-height: 1.5; color: #333; background-color: #f8f9fa; padding: 15px; border-radius: 5px;">
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		<title>Edmund Niemetz macht die Schwedenbombe startklar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sam Langanke]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Mar 2026 15:03:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Linz-Geschichte(n)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>1890. Von diesem Jahr bis 2004 lockt die Caf&#233;-Konditorei Niemetz am Hessenplatz mit s&#252;&#223;en Versuchungen. Edmund Niemetz legt daf&#252;r den Grundstein. Ber&#252;hmt soll aber sein Sohn Walter werden &#8211; mit der Erfindung der Schwedenbombe. Walter Niemetz entwickelte die cremig-schaumige S&#252;&#223;speise mit und ohne Kokosraspeln auf der Schokoglasur im Jahr 1926 und produzierte sie ab 1930 &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="xdj266r x14z9mp xat24cr x1lziwak x1vvkbs x126k92a">
<h4 dir="auto">1890. Von diesem Jahr bis 2004 lockt die Caf&eacute;-Konditorei Niemetz am Hessenplatz mit s&uuml;&szlig;en Versuchungen. Edmund Niemetz legt daf&uuml;r den Grundstein. Ber&uuml;hmt soll aber sein Sohn Walter werden &ndash; mit der Erfindung der Schwedenbombe.</h4>
<div dir="auto">Walter Niemetz entwickelte die cremig-schaumige S&uuml;&szlig;speise mit und ohne Kokosraspeln auf der Schokoglasur im Jahr 1926 und produzierte sie ab 1930 in einer eigenen Manufaktur in Wien. Beim Slogan seiner Firma schwindelte er aber. Denn die &bdquo;Wiener Konditorqualit&auml;t seit 1890&ldquo; war eben keine Wiener, sondern Linzer Qualit&auml;t.. Der heutige Hersteller, die Heidi Chocolat AG, welche nach dem Konkurs von Niemetz 2012 den Betrieb samt den patentierten Schwedenbomben erwarb, produziert nicht mehr in Wien sondern in Wiener Neudorf &ndash; und hat das Adjektiv &bdquo;Wiener&ldquo; ehrlicherweise aus dem Slogan gestrichen.</div>
<h3 dir="auto">Linzer Konditorqualit&auml;t &uuml;ber 114 Jahre</h3>
<div dir="auto">Die Schlie&szlig;ung des Linzer Stammhauses im Jahr 2004 war also ein Vorbote f&uuml;r das Ende des Familienbetriebs. Dass sein K&auml;ufer sowohl Produkt- wie Hersteller-Marke weiterleben lie&szlig;, war jedoch nur logisch. Laut einer Umfrage kennen 94 Prozent (!) der &Ouml;sterreicherinnen und &Ouml;sterreicher die Schwedenbomben und den Namen Niemetz!</div>
<h3 dir="auto">Was hat Schweden mit Bomben zu tun?</h3>
</div>
<div class="x14z9mp xat24cr x1lziwak x1vvkbs xtlvy1s x126k92a">Warum &uuml;brigens der kriegerische Begriff &bdquo;Bombe&ldquo; als Name f&uuml;r das Produkt gew&auml;hlt wurde, ist wohl ein kulturelles Erbe des 1. Weltkriegs. Die als friedliebend bekannte schwedische Nation hat jedenfalls (fast) nichts damit zu tun. Ein schwedischer Freund von Walter Niemetz, der an der Entwicklung mitgearbeitet hatte, stand Pate.</div>
<h3 class="x14z9mp xat24cr x1lziwak x1vvkbs xtlvy1s x126k92a">Vom Propellerantrieb zur Schwedenbombe</h3>
<div class="x14z9mp xat24cr x1lziwak x1vvkbs xtlvy1s x126k92a">
<div dir="auto">Einen kriegsbezogenen, aber zuf&auml;lligen Zusammenhang hat auch der heutige Produktionsstandort: das Industriezentrum Nieder&ouml;sterreich S&uuml;d, &Ouml;sterreichs gr&ouml;&szlig;tes Gewerbegebiet, das auf den Gemeindegebieten von Wiener Neudorf und Laxenburg liegt. Dieses war urspr&uuml;nglich das Gel&auml;nde der &bdquo;Flugmotoren Ostmark GmbH&ldquo;, deren Antriebe in den letzten Jahren des 2. Weltkriegs in zahlreichen Kampfflugzeugen der Deutschen Luftwaffe zum Einsatz kamen, vor allem in Junkers-Maschinen.</div>
<div dir="auto"></div>
<div dir="auto">Doch zur&uuml;ck zu den s&uuml;&szlig;en Bomben. Wie begehrt diese nach wie vor sind, zeigt ein Vorfall, der sich in der Nacht von 18. auf 19. Dezember 2019 ereignete. Da stahlen Diebe bei einer Spedition in der N&auml;he von Wiener Neudorf einen nie wieder aufgetauchten LKW. Er enthielt 160.000 Schwedenbomben.</div>
</div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 16px; line-height: 1.5; color: #333; background-color: #f8f9fa; padding: 15px; border-radius: 5px;">
    <p style="margin-bottom: 10px;">Liebe Leserinnen, liebe Leser!</p>
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